Folge 24 · VW stellt vier Werke infrage, darunter Audi in Neckarsulm. Wir sprechen darüber, warum die deutsche Autoindustrie gerade crasht und was die Politik tun kann.
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Worum es geht
Der VW-Konzern will weltweit 50.000 Stellen streichen. Für vier Werke sieht er ab den 2030er-Jahren keine wettbewerbsfähige Zukunft mehr: Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm. Im Audi-Werk dort arbeiten rund 15.500 Menschen, das mögliche Aus wäre 2034. Eine Gnadenfrist gibt es noch: Bis Sommer 2027 soll ein Konzept gefunden werden, wie Audi weiterproduzieren kann.
Wir schauen, wie es so weit kommen konnte. Wir sprechen darüber, warum China keine deutschen Autos mehr kauft und warum die Appelle von Ministerpräsident Cem Özdemir und Oberbürgermeister Steffen Hertwig kaum Argumente liefern. Dazu gibt es einen Mythencheck zum Verbrennerverbot.
Beim baden-württembergischen Verkehrsministerium haben wir nachgefragt, was ein „sauberer Verbrenner“ sein soll. In „Chatty fragt, wir antworten“ geht es um Friedrich Merz und die Ministerpräsidenten, die sich demonstrativ hinter ihn stellen.
Diese Fragen stellen wir
- Welche Zukunft hat das Audi-Werk Neckarsulm, wenn VW seine Sparpläne umsetzt?
- Sollte man ein Werk, das sich nicht rechnet, schließen?
- Warum kaufen die Chinesen keine deutschen Autos mehr?
- Hat „grüne“ Politik der Autoindustrie geschadet?
- BW-Verkehrsministerin Nicole Razavi sieht „saubere Verbrenner“ als Übergangstechnologie. Was soll das sein?
Kapitel
- 01:35 – Audi Neckarsulm: Aus im Jahr 2034?
- 03:06 – Das VW-Sparpaket: 50.000 Stellen, vier Werke
- 09:00 – Neckarsulm unter Plan, und die Marktfrage
- 14:39 – Warum China keine deutschen Autos mehr kauft
- 18:02 – Was die Politik sagt: Özdemir und Hertwig
- 25:48 – Mythencheck: Verbrennerverbot, Flottengrenzwerte
- 30:49 – „Saubere Verbrenner“: Nachgefragt im Verkehrsministerium
- 40:53 – Chatty fragt, wir antworten: Merz und die Ministerpräsidenten
- 47:34 – Cringe der Woche
Relevante Quellen
- VW-Vorstand plant Sparpaket https://www.wiwo.de/unternehmen/auto/vw-sanierungsplan-fuer-diese-4-deutschen-werke-hat-der-vorstand-das-ende-beschlossen/100251232.html
- Chance für Audi-Werk Neckarsulm https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/heilbronn/audi-sanierungsplan-entscheidung-aufsichtsrat-reaktionen-aus-der-region-100.html
- VW in der Krise https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/vw-gewinn-einbruch-100.html
- VWs Produktion in China https://www.tagesschau.de/wirtschaft/unternehmen/vw-china-136.html
- Özdemir zum Audi-Werk Neckarsulm https://www.stern.de/gesellschaft/regional/baden-wuerttemberg/drohende-werksschliessung–oezdemir–neckarsulm-zu-schliessen–waere–politische-willkuer–38257120.html
- Autokonzerne sparen Milliarden durch laxere Flottengrenzwerte https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/eu-wie-viel-die-autokonzerne-durch-bruessels-laxere-co-regeln-gespart-haben-a-37071b3b-d1db-42f9-b737-a6318a1df874
- Abkehr vom Verbrenner-Aus https://www.kontextwochenzeitung.de/politik/806/fundamental-falsch-11100.html
- Positionen Nicole Razavi zur Verkehrspolitik https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/razavi-setzt-auf-verbrenner-fuer-uebergang-100.html
Automatisches Transkript dieser Folge
00:17 Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Kontext und Krawall, dem Politik-Podcast. Ich bin Christoph und Marie ist natürlich auch wieder bei mir. Genau, Hi. Und wir beginnen mit einer kleinen Ankündigung in eigener Sache. Am 2. Oktober sind wir live in Heilbronn in der Volkshochschule bei der Langen Nacht der Demokratie, da machen wir ’n Live-Podcast zum Thema Ja Grundgesetz versus politische Realität. Ihr könnt uns beim Podcasten zuschauen, wenn ihr möchtet, ist kostenlos und ohne Anmeldung. Kommt einfach vorbei in der Volkshochschule Heilbronn am 2.10. Um 21:00 Uhr geht es los und da könnt ihr uns wie gesagt beim Podcasten zuschauen und auch Fragen stellen.
00:57 Wir freuen uns auf jeden Fall. Genau, unbedingt Fragen stellen. Wir freuen uns auf jeden Fall auf euch. Genau, und ihr habt es wahrscheinlich schon mitbekommen. Wir haben inzwischen auch einen Newsletter für die Wochen, in denen keine Podcastfolge erscheint. Meldet euch da gerne an. Da gibt es Hintergründe und Analysen zur aktuellen Folge und zu anderen Themen, die es nicht in die Folge geschafft haben und hin und wieder auch kurze Interviews und wir verraten euch den Cringe der Woche, wenn ihr den am Ende der Folge noch nicht gehört habt, meldet euch einfach an unter kontextundkrawall.de/newsletter. Und mehr Texte von uns findet ihr auf unserer Webseite, kontextundkrawall.de. Genau da lohnt sich es auf jeden Fall auch immer vorbei zu sliden.
01:35 Ja, heute schauen wir mal ins Jahr 2034, denn das ist das Jahr, in dem das Audi-Werk hier in Neckarsulm direkt bei uns in der Nachbarschaft dicht machen könnte. 15.500 Beschäftigte arbeiten da und die könnten ja ihren Arbeitsplatz verlieren, ne, so hat es der Vorstand des VW-Konzerns im Prinzip beschlossen dieser Tage, hat aber noch so ’ne Art Gnadenfrist erlassen. Bis Ende Juni nächsten Jahres soll ’n Konzept gefunden werden, wie es mit Audi Neckarsulm weitergehen kann, auch eben nach 2034, sonst droht eben die Schließung. Das heißt, es ist kompliziert und wir beide fragen uns heute mal, ja, ist die Autoindustrie damit angezählt, wenn so ’n großer Konzern wie VW mehrere Werke schließen will.
02:22 Und ja, was kann die Politik denn eigentlich tun? Genau, aber da schon direkt nach deiner Einleitung habe ich natürlich das große Bedürfnis einzuhaken beziehungsweise zu widersprechen, weil und nicht zu widersprechen ausnahmsweise nicht. Mir wurde letzt gesagt, ich habe den natürlichen Drang grundsätzlich zu widersprechen, egal was die Gegenaussage ist. Und darüber habe ich viel nachgedacht, ja, genau, das ist tatsächlich, glaube ich, ein bisschen so wie ein sechster Sinn, und manchmal denke ich dann erst drüber nach. Aber ja, wir schauen, wir fangen vielleicht mal bei Neckarsulm an, aber natürlich möchten wir nicht über das Audi-Werk in Neckarsulm ausschließlich reden oder explizit, sondern es steht ja für wie du auch schon gesagt hast, was Größeres, ein größeres Problem.
03:02 Es ist ein Symptom so vielleicht. Genau dann fangen wir doch mal an.
03:06 Wie ist es denn jetzt eigentlich dazu gekommen, wie sind wir in diese missliche Lage gekommen? Das Ganze kam ins Rollen durch Medienberichte. Die Wirtschaftswoche hatte nämlich das Sparpaket bei VW vorliegen, und es war ’n Bericht mit dem Namen „Bericht zum Konzeptbeschluss Aufsichtsrat 3./4. September 2026“. Also wunderbar griffig. Man weiß sofort um was es geht, na ja, aber im Prinzip stand da ’n ganz klarer Befund drin, es hieß die bestehenden Geschäftsmodelle und Strukturen von VW reichen nicht mehr um wettbewerbsfähig und profitabel zu sein, jedenfalls langfristig. Und der VW-Aufsichtsrat hat dem Sparpaket am 3. September tatsächlich auch zugestimmt.
03:46 Also das muss man festhalten, diese ganze Diskussion, die dadurch los getreten wurde, die Konzernspitze hat dieses Sparpaket erstmal beschlossen, so, jetzt ist es natürlich ein riesiger Aufschrei, weil VW-Chef Oliver Blume hat zwar gesagt, das ist ein starkes Signal für die Zukunft. Aber auf jeden Fall vorgesehen ist der Abbau von 50.000 Stellen. Und wo genau, ist zwar noch unklar, aber was auf jeden Fall der der Knackpunkt dieses ganzen Paket ist. Pakets ist, dass sie in insgesamt 4 Werken sagen, Sie wissen nicht, wie sie da noch Autos herstellen sollen in den 30er-Jahren, so dass es wettbewerbsfähig ist.
04:30 Und diese 4 Werke sind eben Emden, Zwickau, Hannover und Neckarsulm. Das ist so ’n bisschen jetzt die Krux. Also da wird es fängt schon an kompliziert zu werden bei unserem Thema, denn sie sagen quasi nicht, sie wollen diese Werk zu machen. Ja, also das ist noch nicht beschlossen und die IG-Metall-Vertreter weisen da auch wirklich vehement drauf hin, die sagen es wurde für kein Werk beschlossen, dass es schließen soll, aber sie sagen halt, ja, wir wissen nicht wie wir in diesen Werken noch Autos produzieren sollen in den 2030er-Jahren, so dass es eben wettbewerbsfähig ist. Und ja, das ist so ’n bisschen ja der die Drohung einer Schließung über die Hintertür ne, weil wenn in einem Autowerk natürlich kein Auto mehr vom Band läuft, ja, was ist das dann?
05:13 Natürlich muss man es dann zumachen und es gibt auch feste Daten, wo sie quasi sagen, ja wir wissen nicht mehr wie es weitergehen soll, für Emden und Zwickau ist das 2031, für Hannover 2032 und für Neckarsulm 2034 ja, das heißt direkt hier bei uns um die Ecke könnte es schon in 8 Jahren soweit sein, dass Schluss ist. Was hast du gedacht, als du diese Nachrichten gelesen hast und was damit auf sich hat? Also als ich die Nachricht gelesen hab, einfach aufgrund der räumlichen Nähe, denkt man natürlich erstmal ah ja OK, krass, aber auch auf der aufgrund der räumlichen Nähe muss man auch wissen, dass das eine Diskussion ist. Die ist ja jetzt nicht vom Himmel gefallen oder wurde stringent durchgezogen, sondern es gab immer wieder die Gerüchte, wird das Werk jetzt geschlossen, was passiert mit dem Audi-Werk?
06:00 Schichten sind nicht ausgelastet, die Produktion lohnt sich nicht und so weiter und sofort. Was hast du gedacht? Ich sag mal so, es war ja mal so, wieder so ein klassischer Medienkrimi. Es gab dieses Medium, die Wirtschaftswoche, die hatte das exklusiv vorliegen, man wusste nicht so genau, was passiert, ja, und dann ist ja der Stein ins Rollen gekommen, dann ist natürlich an allen Standorten und in ganz Deutschland. Der Protest losgebrochen hier in Neckarsulm haben wir das ja auch gesehen, also da haben sich sofort die Leute sind, auf die ja Barrikaden gegangen, haben gesagt, es kann es nicht sein, Politiker haben sich zusammengeschlossen, die Diskussion ist seitdem auf jeden Fall am am Kochen, und ja, ich fand es krass.
06:43 Aber ja, man weiß erstmal nicht was soll das dann jetzt eigentlich bedeuten? So ja zum einen das und zum anderen. Also ich finde ein paar Dinge sind ja trotzdem ziemlich offensichtlich. Du hast zum Beispiel vorhin richtigerweise beschrieben, da sollen jetzt Konzepte entwickelt werden, wie das mit dem Werk weitergehen könnte und der Konzern stellt fest, ja, ist es überhaupt dann noch profitabel, da Autos zu produzieren, ja dann mal vielleicht 2 Sachen, da geht es vielleicht schon los, vielleicht täten. Konzerne, Automobilkonzerne, gut daran und natürlich nicht innerhalb von einem Jahr und nicht von 2 Jahren. Sich vielleicht zu überlegen. OK, wenn hier gerade die Zukunftsfähigkeit unseres gesamten Geschäftsmodells der Branche.
07:26 In Frage gestellt werden oder vielleicht so nicht weiter tragen? Was gibt es denn für Diversifizierungsmöglichkeiten, also für andere Möglichkeiten, wie können wir uns anders oder breiter aufstellen, womit ich jetzt überhaupt nicht sagen will, dass ich davon ausgehe, dass ein Werk, was auf Autoproduktion ausgelegt ist, von heute auf Morgen auf alle anderen Möglichkeiten, und damit meine ich nicht nur Rüstung, umgezogen werden könnte und dann der zweite Punkt ist mit dem Konzept oder Konzeptausarbeitung die. Da kann ich mich wirklich nur an den Kopf fassen und da komme ich aus dem Kopfschütteln auch gar nicht mehr raus und ich hoffe wirklich, dass das nicht im tiefsten Herzen ernst gemeint ist.
08:09 Weil das stimmt schon, dass man neue Konzepte ausarbeiten kann oder muss, aber das hätte man halt schon vor 10 Jahren machen sollen. Wir wollen jetzt nicht die ganze Podcastfolge darüber sprechen, was man vor 10 Jahren hätte machen sollen, weil ob wir es sind, wir da nicht mehr, aber. Da bleibt mir schon einigermaßen der Mund offen stehen. Also wenn man jetzt anfängt dafür Konzepte zu entwickeln, dann dann weiß ich auch nicht, was man dazu sagen soll. Erschlagen? Genau also die genau, vor allem, weil die Zeit drängt. Der Sommer 2027, der steht natürlich quasi vor der Tür und ich bin ehrlich gesagt auch ein bisschen überfragt, was da jetzt eigentlich vom Himmel fallen soll.
08:53 Für eine Lösung für jetzt zum Beispiel das Audi-Werk in Neckarsulm, was jetzt zum VW-Konzern gehört und das ist immer genau bei der Frage weil.
09:00 Das ganze Ding macht ja ’n spannenden Konflikt auf. Wenn man jetzt zum Beispiel den Standort Neckarsulm nimmt, der da sieht man ja, das ist so ’n bisschen gemischtes Bild, ne, also einerseits war der jahrelang unterausgelastet das maximale Produktionsvolumen ist abgesenkt worden, und zwar war es jetzt in den letzten 2 Jahren gab es ’n deutliches Plus, also 2025 wurden 181.000 Fahrzeuge rund dort produziert, wie gesagt deutliches Plus. Aber das war eigentlich schon unter Plan, weil eben eigentlich wollten sie 200.000 Autos produzieren oder sogar 230.000. Man ist also wie gesagt unter den eigenen Zielen geblieben und dann fragt man sich ja, ist das so gut, weil das Problem ist ja wie gesagt so ein so ein, so ein Werk, das kostet ja Geld.
09:54 Ob du jetzt sag ich mal deine Produktionsmöglichkeiten komplett ausreizt oder ob du nur zur Hälfte sag ich mal das Bedienst genau gesunder Menschenverstand klopft mal kurz an und es leidet um die Ecke, das bedeutet es läuft halt einfach nicht gut so und dann haben. Da habe ich mich natürlich im weiteren drüber nachdenken, über dieses Problem schon auch gefragt. Na, ist es dann nicht aber auch konsequent zu sagen, es läuft seit Jahren nicht, wir machen das Ding zu für die FDP?
10:35 Ja genau, ja, man könnte ja auch sagen, genau, also es wäre eine legitime Meinung zu sagen, gut der Markt regelt das schon und wenn die Leute offensichtlich nicht genug Audis kaufen, die in Neckarsulm vom Band rollen, dann. Dann hat man eben einfach ein Problem und dann ist es ja quasi betriebswirtschaftlich geboten, das nicht ewig lang am laufen zu halten. Oder liege ich jetzt komplett falsch? Na ja. Nee, nee, und nicht nur betriebswirtschaftlich, sondern sogar volkswirtschaftlich, weil egal wie man ohne Wertung, aber wenn natürlich das der das Spiel ist, auf das wir uns in einer Marktwirtschaft, auch wenn es eine soziale Marktwirtschaft eingelassen haben, nämlich dass da der Markt über Angebot und Nachfrage geregelt wird, dann muss man das Spiel auch spielen, und dann sind es auch Konsequenzen von von diesem Spiel und auch aus betriebswirtschaftlicher Sicht, da hast du natürlich an sich völlig recht, am Ende des Tages schaut man da auf Zahlen, die auf einem Papier stehen.
11:38 Und wenn dieser Standort und dieser Konzern sich nicht rechnen. Dann ist die logische. Konsequenz, dass man, dass man das zumacht. Ich habe natürlich ein großes, aber aber. Und damit meine ich jetzt nicht die Tradition des Standorts, dass man so an diesem Standort hängen müsste. Aber ich frage mich dann auf der anderen Seite, das ist ja völlig richtig, und da würde ich auch sagen, würde ich auch so unterschreiben, aber man muss das ja schon ein bisschen im größeren ganzen oder im größeren Rahmen sehen, nicht nur das Audi Werk in Neckarsulm, sondern grundsätzlich alle Werke, die Automobilbranche wie auch immer, tragen zur Wirtschaftskraft von diesem Land bei.
12:19 Aktuell noch sehr erheblich und wenn sich das strukturell durchsetzt, dass Standorte geschlossen werden, dass Wirtschaftskraft verloren geht, Arbeitsplätze verloren geht, dann ist es einfach eine wahnsinnige Strukturschwächung des gesamten Wirtschaftsstandorts und damit auch des des gesamten Landes. Und da finde ich dann schon, dass man nicht. Quasi mir nichts, dir nichts achselzucken darf und nicht daneben stehen kann und sagen, ja gut, rechnet sich halt nicht mehr, das machen wir jetzt halt mal zu, sondern dass da auch aus der politischen Perspektive natürlich da, weil da auch ’ne Verantwortung mit einhergeht, man sich natürlich überlegen muss oder will, wie können wir denn zukunftsfähig werden und uns wirtschaftsstark irgendwie aufstellen.
13:06 Aber da hätte man auch, da hätte man sich halt schon irgendwie mal früher a Gedanken machen müssen und b ich kann halt auch dieses an diesem blöden Auto hängen, nicht verstehen, es tut mir echt leid, aber ich verstehe es einfach nicht. Können wir vielleicht mal nicht an diesen Scheiß 4 Rädern festhalten, wo man jede Entwicklung verschlafen hat und von. Von den Chinesen einfach. Total überholt wurde. Das ist ja auch eine Realität, die man sehen muss und. Noch als letzten Satz, was genau was da werden, ja, ist natürlich dann der Gegenschrei groß, ja, aber die, die Lohnkosten, die Produktionskosten, wir können da nicht mithalten.
13:47 Ja, ja, das ist schon alles klar, es ändert halt auch nichts, dass der Ministerpräsident von Baden-Württemberg und der Landtagspräsident, also Cem Özdemir und Thomas Strobl. Im Audi-Werk sind sich da austauschen, sich zum Standort bekennen und ’n Bild posten. Da kann man vielleicht gleich noch drüber sprechen. Ich lege jetzt meinen imaginären FDP Mitgliedsausweis auch wieder noch mal kurz weg, es ist ja so, dass für die Beschäftigten ist das natürlich die absolute Katastrophe, ja, und man muss ja auch sagen, dass das Audi-Werk in Neckarsulm zum Beispiel hat. Ja jetzt ’ne Beschäftigungssicherung bis 2033 betriebsbedingte Kündigungen wurden ausgeschlossen.
14:28 Das bedeutet die Leute haben ’ne vertragliche Zusage in der Hand, dass es bis Ende 2033 weitergeht, aber eben nicht darüber hinaus.
14:39 Ja, und wie du sagst, ja du hast schon China angesprochen, vielleicht müssen wir da noch kurz hingucken. Die Frage ist ja, warum läuft es denn überhaupt nicht? Ja, jahrelang lief es ja wie geschnitten Brot in der deutschen Autoindustrie und wir haben unsere Autos schön in alle Welt verkauft und eben vor allem nach China und. Da könnten wir jetzt glaub ich ’ne eigene Podcastfolge drüber machen. Aber um es mal vielleicht kurz abzureißen, die Chinesen kaufen uns einfach die deutschen Autos nicht mehr ab, das muss man einfach mal so festhalten. Ja, weil in der Vergangenheit war das so, da galten die deutschen Hersteller als absolute Premiumhersteller, da war das wirklich das Nonplusultra und jetzt gibt es halt viele Gründe unter anderem.
15:20 Dass die deutschen Autobauer eben nicht mehr so gut zu den Bedürfnissen der Chinesen passen, ne, also da kommt es eben stark drauf an in Asien, dass das Auto vernetzt ist als vernetztes System, dass Assistenzsysteme sind ganz wichtig und da gab es ja in der Vergangenheit durchaus einige Probleme bei eben auch Herstellern wie VW und die deutschen Hersteller haben da einfach ein bisschen den Anschluss verloren, das sind ja unzählige chinesische Marken aus dem Nichts gestampft worden, die inzwischen. Sehr erfolgreich sind. Und ja, die kommen eben auch bei den Chinesen gut an und die Deutschen haben da einfach krass Marktanteile verloren, was ein großer Grund für die Krise ist der deutschen Automobilindustrie.
16:04 Da muss man natürlich fairerweise trotzdem sagen, also da habe ich jetzt gerade natürlich kurz total einseitig gegen die Auto deutsche Autoindustrie geraged. Aber natürlich findet da in China auch eine wahnsinnige Subventionierung statt, die in. Deutschland ja genau, ja, aber damit darf man, darf man uns auch nicht entschuldigen, also die Chinesen wählen ganz bewusst chinesische Hersteller und keine Deutschen mehr. Nee, damit. Ja, und da frag ich absolut auch wahrscheinlich völlig berechtigt und verständlicherweise und auch da würde ich aber ’nen Schritt nach vorne gehen.
16:50 Da frag ich mich schon, war das nicht da weiß ich jetzt nicht vor wieviel Jahren man damit begonnen hat Produktionen nach China zu verlegen, aber war das nicht so ’n bisschen blauäugig, dass man da gar nicht. Irgendwie. Also ich glaub auf jeden Fall. War das ’n Guten. Fehler, aber der ist leider angerichtet, der ist passiert und den kannst du auch nicht mehr rückgängig machen. Genau, genau und was ja, was ja noch umso krasser ist, das VW zum Beispiel ja inzwischen Autos in China für den chinesischen Markt produziert. Ja, also da wurden Fabriken gebaut, wie zum Beispiel in der Provinz Anhui.
17:31 Da läuft jetzt der ID. ERA 5S vom Band. Ja, das ist halt eine riesige Limousine für umgerechnet 12.000 €, da kriegst schon bei uns nicht mal mehr ein Fahrrad klar, richtig, richtig, jetzt braucht natürlich niemand kommen, klar, viel. Grund, Was sagt. Man kostet fast mein. Traumfahrrad. Erwähnt. Es ist einfach eine Situation, die sich schwierig vergleichen lässt. Aber am Ende bedeutet es ja. Genau, ja. Also es ist einfach ’ne schwierige Lage.
18:02 So und jetzt kommen wir zur Frage zur großen Frage, was kann die deutsche Politik tun, du hast ja schon Cem Özdemir erwähnt, der baden-württembergische Ministerpräsident, der war in Neckarsulm und hat sich ja an die Seite der Autoindustrie gestellt. Auch da möchte ich noch mal ganz kurz sagen. Also ich find halt, ich frag mich dann halt immer im Ergebnis. Ja was bringt es uns jetzt wirklich inhaltlich weiter? Natürlich weiß er das, aber wahrscheinlich auch ’n bisschen selber und auf der anderen Seite völlig klar muss das auch irgendwie passieren, Baden-Württemberg ist trotzdem noch ein Auto, ein Industrieland, die der Wirtschaft geht es nicht gut, das ist auch ’n Symbol was man irgendwie erwartet wäre das alles nicht passiert, dann kann man auch hat man auch schnell die gegenteilige Diskussion sagt ja wieso äußert sich da?
18:52 Der Ministerpräsident nicht das oder da. Möchte ich jetzt mal kurz meine Lupe rausholen, weil ich finde es schon interessant, wenn man. Da wirklich davon Detail. Geht also was berichtet wurde, ist, dass Cem Özdemir sich die Produktionskosten der deutschen VW-Werke angeschaut und verglichen hat. Dann hat er gesagt, wenn man Neckarsulm mit Wolfsburg vergleicht, dann muss sich Neckarsulm nicht verstecken. Das finde ich schon spannend. Ja, er hat dann noch gesagt, VW-Sparpläne dürften nicht einseitig zu Lasten des Standorts Neckarsulm gehen, das wäre ’ne rein politische willkürliche Entscheidung und so und er hat gesagt, also muss die Politik auch diesen Standort hier verteidigen, damit im Gesamtkonzerngefüge Baden-Württemberg und Neckarsulm nicht zurückfällt gegenüber anderen.
19:40 Ich finde das schon interessant, weil im Prinzip hat er ja schon gesagt. OK, es ist jetzt nicht schlechter als anderswo, aber auch nicht besser. Es ist auch nicht besser. Ja weißt du, ich, ich, ich erwarte dann schon, also wenn man hier sagt, wir werfen hier alles in die Waagschale, dann will ich schon auch hören, ja, warum darf dieses Werk auf gar keinen Fall, niemals nie jemals zumachen? Egal wie betriebswirtschaftlich unsinnig es ist. Ja, also klar, er ist der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, das ist mir völlig klar, aber ich fand es eigentlich ’ne schwache Aussage muss ich sagen, also.
20:20 Ja. Es ist gar keine Aussage. Ja, weil irgendwas muss man dann und selbst. Also man muss schon irgend ’n handfestes Argument liefern, was dann wirklich quasi zu. Übernehmen und ganz ähnlich klingt es bei anderen Politikern, also der Neckarsulmer Oberbürgermeister Steffen Hertwig zum Beispiel hat gesagt, es ist wichtig, dass Audi bleibt, wir kämpfen weiter für den Erhalt unseres Standorts, hat er gesagt, für die Beschäftigten und für die Zukunft der Automobilindustrie in unserer Region. Neckarsulm hat Zukunft, dafür kämpfen wir gemeinsam. Da höre ich jetzt auch keine.
21:00 Keine sag ich mal stichhaltige Argumentation raus, außer es ist soweit zu sein ich. Verstehe genau, da ist kein stichhaltiges Argument dahinter. Es geht mir ganz genauso. Ja klar ist natürlich völlig klar, dass man als Oberbürgermeister von Neckarsulm genau das sagt, aber untermauert wäre es natürlich schon besser und natürlich, das hast du vorhin auch gesagt. Das ist natürlich für die Beschäftigten ’ne Riesenkatastrophe und das ist auch für die gerade. Also kommt eigentlich ja natürlich in den verschiedenen Altersgruppen, aber was zum Beispiel besonders bitter ist, ist, wenn man dann so das Rentenalter nicht ganz erreicht, aber halt trotzdem, also wenn man in einfach einem sehr ungünstigen Alter quasi für ’ne neue Beschäftigung ist, unter Umständen aus Arbeitsmarktsicht.
21:52 Und auch für die Region ist es natürlich. Da geht einfach, das hab ich vorhin schon gesagt, da geht Wirtschaftskraft verloren, da hängen Zehntausende Arbeitsplätze dran, aber auch da muss ich mich fragen, werden wir uns einen Gefallen tun und es ist natürlich einfach gesagt als getan, wenn wir jetzt noch. Keine Ahnung wieviel Jahre uns selber auf die uns selber beweinen sozusagen und sagen aber die Automobilindustrie muss den Standort erhalten und aber aber aber anstatt dass man sich überlegt, OK, was könnten wir denn stattdessen vielleicht? Produzieren gibt es keine. Könnte man sich. Was ist denn mit Robotern? Also das wäre doch vielleicht gut, jetzt ist es wahrscheinlich auch schon wieder ein bisschen spät, aber wieso ist man da nicht in in die in die Forschung volle Kanne, in die Forschung, in die Innovation in?
22:41 Ja, in diese Sparte vielleicht eingestiegen. Das hat so Zukunft. Ich weiß nicht mehr, wie die genauen Zahlen sind, aber kennst du diese Berechnung, wo gesagt wird, dass in den nächsten 10 Jahren, ich weiß nicht mehr wieviel Prozent der Haushalte einen eigenen Roboter, einen humanoiden Roboter haben werden, so. Rüstung ist natürlich auch wieder gut, das passiert ja jetzt auch. Das ist natürlich jetzt irgendwie nicht so auf übermorgen gerichtet, sondern eher auf heute. Also mir fehlt da einfach, um das vielleicht abzukürzen, wie man gemerkt hat, sind das jetzt auch keine ausgereiften Konzepte, die die Bereitschaft, die Flexibilität, die Bereitschaft sich zu bewegen, ich hab das Gefühl, dass das total fehlt und außerdem hat man wirklich jahrelang, natürlich also auch.
23:32 Automobilindustrie auf die 1. Ja, die haben uns da wirklich, haben uns wahnsinnig viel Wohlstand und alles verschafft. Möchte überhaupt nicht in Abrede stellen, aber da haben wir jetzt wirklich auch jahrelang die Automobilindustrie gepampert wie kein zweites Industriestandbein, das kommt auch noch dazu, da wurde ein Autogipfel nach dem anderen abgehalten und auch die Beschäftigten muss man sagen. Sind an ein Lohnniveau gewöhnt, da wird es allen anderen schwindelig und da will dann niemand komischerweise die Automobilindustrie verlassen. Also da wird ja mit Gehältern gearbeitet, ich bin für gute Gehälter und für ein gutes Lohnniveau, aber das muss man nein genau, nur nicht bei uns.
24:12 Also ich, ich sehe das natürlich ähnlich wie du. Aber ich glaube also, das gehört ja auch der. Großen Innovationen sind. Wohl leider einfach vorbei. Ich glaube, das muss man einfach sagen, dass die deutsche Autoindustrie weit davon entfernt ist, die innovativste Branche zu sein. Das war einmal so und ich glaube, das ist heute einfach nicht mehr so. Ja, der Verbrenner ist ausentwickelt, da sind keine großartigen Effizienzgewinne mehr zu verzeichnen, bei E-Autos, klar, da gibt es ein gutes und auch breites Angebot der deutschen Hersteller, aber da fragt man sich natürlich auch, also. Viele sind erfolgreich. VW hat ja auch durchaus sehr erfolgreiche Modelle. Wenn man dann aber wieder über Audi sprechen zum Beispiel, da fehlt einfach das Auto, das auch Masse macht.
24:58 Ja, also das das das dem Konzern sag ich mal halt auch aus den Händen gerissen wird. Ja, das ist halt einfach das Premiumsegment. Genau. Also wenn du halt die elektrischen RA. Stückzahlen, also große Stückzahlen, die das fehlt. Einfach ja. Ist ja auch OK. Man kann ja auch ’n Premiumhersteller sein, das hat ja auch jahrelang funktioniert, aber es funktioniert halt inzwischen einfach nicht mehr. Ja und weil es eben andere Hersteller gibt. Ja, Tesla ist sehr beliebt, BYD ist, sie hat ja ’n kometenhaften Aufstieg erlebt, ja, früher waren eben. Autos von VW, Audi, BMW das Nonplusultra und heute sind sie halt einer von vielen. Ja, ist auch gut, aber wenn der BYD halt irgendwie 5.000, 10.000 € weniger kostet, ja warum soll ich nicht den nehmen?
25:43 Ne diese diese Markenbindung hat bei vielen Menschen ja auch einfach abgenommen.
25:48 Ja es ist egal ob das das Auto Chinese ist oder nicht, einen kleinen Rant habe ich aber schon noch vorbereitet weil du sagst die Autoindustrie wurde über Jahre gepampert das ist so. Ja. Ich ich, wenn du, wenn du diese ganzen Medienberichte liest und dann wagemutig dich in die Kommentarspalten stürzt. Das ist wirklich wieso ’ne Botarmee alles was du liest ist ja wer grün wählt bekommt genau das grüne Politik ist Schuld daran, grüne Politik hat die Autoindustrie also da möchte ich jetzt schon mal auf die Banken ja ganz viele Mythen sind im Umlauf, eine davon Verbrennerverbot ja es gibt kein Verbrennerverbot, das möchte ich.
26:31 Dieser Stelle einfach noch mal für die Nachwelt kurz dokumentieren. Ja, jeder. Ja, du hast es ja noch nie dokumentiert. Hier alle. Jeder kann sich heute, morgen und auch noch in 5 Jahren den dicksten Spritschlucker kaufen und ihn fahren, bis er auseinander fällt. Go for it, 15 Liter auf 100 Kilometer egal kann sich jeder kaufen, es gibt kein Verbrennerverbot und es gibt keinen Zwang, sich ein E-Auto zu kaufen. Ja, das geplante Verbrenner-Aus in der EU 2035 ist Geschichte, falls es viele noch nicht mitbekommen haben, Plug-in-Hybride dürfen inzwischen auch nach 2035 noch verkauft werden ursprünglich hieß es mal 0 Emission das war der Plan der EU Kommission als Klimaschutz noch ’n prioritäres Politikziel war inzwischen.
27:17 Sind es wie gesagt Hybride, sollen auch nach 2035 noch verkauft werden dürfen. Das bedeutet du kannst den Hybrid kaufen, ihn immer mit Sprit tanken, ihn niemals elektrisch aufladen und dann kannst du auch Glückwunsch 2035 weiter verbrenner fahren, es gibt keinen Verbrenner-Aus OK dann der CO₂-Preis auch Hunderte Kommentare CO₂-Preis abschaffen CO₂-Preis abschaffen CO₂-Preis abschaffen. Der CO₂-Preis ist nicht annähernd angemessen für Sprit. Ja, also wir sind ja gerade bei 2,50 € und es liegt aber nicht am CO₂-Preis. Ja, denn der soll eigentlich nach Angebot und Nachfrage funktionieren, sodass eben klimaschädliche Emissionen einen Preis bekommen.
27:58 Hohes hohe Nachfrage, geringes Angebot, immer geringeres Angebot bedeutet die Preise müssten steigen. Wir haben den Preis für eine Tonne CO₂, allerdings gedeckelt auf maximal 55 bis 65 € pro Tonne CO₂. Das bedeutet der CO₂-Preis ist, auch wenn man es nicht glauben möchte, für Sprit viel zu günstig. Ich weiß, hört niemand gerne, ist aber die Realität und der europäische CO₂-Preis für Sprit wurde sogar auf 2028 verschoben und massiv entschärft, da liegt die Grenze deutlich unter den deutschen Systemen, also. Also das bedeutet, wenn der europäische CO₂-Preis irgendwann mal den Deutschen ablöst, so wie es jetzt aktuell ist, dann würde der Sprit sogar günstiger werden.
28:40 Also das kann man sich wirklich nicht ausmalen und dann kommt ja noch das Thema, der Flottengrenzwert, das möchte ich jetzt kurz noch erwähnen, eigentlich sollten die Autohersteller strafen zahlen, wenn ihre Autos zu viel CO₂ ausstoßen, war die Idee der EU Kommission quasi als Anreiz, damit die Hersteller klimafreundlichere Autos bauen. Das wurde auf Drängen der Union auch in Europa enorm gelockert, weil eben diese Strafen abgewendet werden sollten, unter anderem auch für die deutschen Hersteller. VW hätten ungefähr 2 Milliarden Euro an Strafe gedroht, weil die einfach zu dreckige Autos bauen, obwohl die Vorgaben seit Jahre Jahren gelten.
29:22 Jetzt gilt so ’n Durchschnittswert. Das ist so ’n bisschen, da hat man sich so ja ’nen Trick ’nen Trick ausgedacht sag ich mal und dadurch wurden eben Milliarden an Strafen haben die deutschen Autohersteller und alle anderen auch gespart. Ja, und jetzt kann man ja mal gucken. Eigentlich wurde natürlich seitens der Autoindustrie so argumentiert, dass man mehr Zeit braucht, um bessere Autos zu bauen, jetzt lobbyieren sie gerade schon dafür, dass auch die Flottengrenzwerte ab 2030 aufgeweicht werden. Es bedeutet, egal was die Politik für Vorgaben macht, die Autoindustrie lobbyiert einfach die ganze Zeit immer dafür, dass es aufgeweicht und entschärft wird, statt mal. Sauberere Autos zu bauen, was ist das Fazit?
30:06 Was will ich damit sagen? Es gibt absolut keine grüne Politik oder irgendwas, die den Autobauern irgendwas verbietet, ja im Gegenteil, also eigentlich werden seit Jahren sämtliche Klimaschutzvorgaben immer wieder aufgeweicht und gerissen, also der Verkehrssektor hat seine Emissionen seit Jahren einfach nicht gesenkt, während alle anderen kräftig investiert haben und da kann man sich ja schon auch einfach mal fragen, muss man das für alle Zeit hinnehmen. Muss man das für alle Zeit hinnehmen oder wir kommen mal wieder? Vielleicht zurück zu unserer Frage, die du am Anfang gestellt hast. Wenn die Politik die Autoindustrie nicht zerstört hat, wie wir jetzt schockierenderweise festgestellt haben, was kann die Politik denn dann tun?
30:49 Na also ich würde jetzt gerne mal in Baden-Württemberg bleiben, weil wir hier vor Ort wie gesagt auch das Problem haben. Wir haben ja eine Verkehrsministerin mit der neuen Landesregierung von der CDU, Nicole Razavi die war vorher Bauministerin und die. Die hat ihr erstes Interview zum Thema Verkehr im Mai gegeben. Das war ’ne Sendung vom SWR und ich will es mal kurz zusammenfassen, was so ihre Argumente waren. Also sie hat einerseits gesagt, sie möchte Technologieoffenheit und kein schwarz weiß bei dem E-Auto gegen Verbrenner ausgespielt werden sag ich mal sie möchte saubere Verbrenner, saubere verbrenner, ich setz es extra in Anführungszeichen als Übergangstechnologie.
31:29 Sie hat gesagt, das Klimaziel 2040, also klimaneutral sein, als Land Baden-Württemberg steht im Koalitionsvertrag, und sie hat gesagt, wir brauchen unbedingt synthetische Kraftstoffe, wieviel Zeit haben wir, dass ich jetzt darauf reagieren kann? Also. Ich mach es kurz. Soll ich es kurz machen? Ja, ich mach. Es kurz ja kurz und radikal. Kurz und radikal. Das ist für mich überhaupt keine Strategie, ehrlich gesagt also. Keine Technologie. Ich überlass dir jetzt den Vortritt, aber das ist natürlich absoluter. Also wenn man das schon liest, da fühlt man sich nicht abgeholt. Nee, nicht nur nicht abgeholt. Ich frag mich, was soll ich jetzt hiermit anfangen? Also ich das ist quasi so ’ne Art Bingo, also Technologieoffenheit das heißt für mich eigentlich oder würde für mich idealerweise heißen, man ist offen für die beste Technologie.
32:17 In Sachen Energienutzung ist das die E-Mobilität, das muss man einfach sagen. Ja, also das Elektroauto schafft es, die meiste Energie direkt in Antriebsenergie umzusetzen. Ja, Wasserstoff ist toll, finde ich gut, grüner Wasserstoff gerne überall, ich würde auch ein Wasserstoffauto fahren, ist leider teuer, es gibt zu wenig grünen Wasserstoff und nur dann macht es Sinn und das Verteilnetz existiert quasi überhaupt nicht, also Wasserstoff muss eben über Leitungen transportiert werden, mit dem Lkw ist die Klima. Ganz schon ganz schnell dahin. Ja, saubere Verbrenner, die gibt es nicht, Verbrennungsprozesse sind immer ineffizient, das ist einfach eine physikalische Tatsache und keine Meinung, ja die man irgendwie, dass man so oder so sehen kann und die Effizienz von Verbrennungsmotoren im Auto, die ist weitgehend ausgereizt.
33:04 Also es ist jetzt nicht so, dass die deutschen Ingenieure morgen aufwachen und plötzlich die Physik überlisten können und dann noch mal 20% Wirkungsgrad rausholen. Ich hab das Verkehrsministerium in Baden-Württemberg auch angefragt, wie das denn gemeint ist. Also wo kann ich denn saubere Verbrenner kaufen und oder was ist denn ein sauberer Verbrenner, ab welcher Schadstoffgrenze? Und da hat ein Sprecher des Verkehrsministeriums mir ganz viele Dinge gesagt, aber den zentralen Satz für mich, den möchte ich gern zitieren, sagt der Sprecher vom Verkehrsministerium. In den vergangenen Jahrzehnten hat die Verbrennungstechnologie große Fortschritte gemacht, deutliche Effizienzgewinne.
33:44 Weniger Treibhausemissionen und insbesondere eine starke Verbesserung bei den Schadstoffen, das stimmt, halten wir fest. Stimmt das Ergebnis, sind hocheffiziente Verbrenner, also Fahrzeuge, die der neuesten technologischen Entwicklungsstufe entsprechen. Und da bin ich wieder komplett lost, muss ich sagen, also wenn da steht das Ergebnis, sind hocheffiziente Verbrenner, dann heißt es für mich. Wenn du heute in den Laden gehst und dir einen Audi rauslässt, dann ist es nur hocheffizienter Verbrenner. Ja, dein Glückwunsch, dann ist es einfach nicht. Kopfverbrenner. Das stimmt einfach nicht. Dreiviertel der Energie werden zu Wärme und in die Luft.
34:26 Ja, aber ihr meint das Wort hocheffizient anders. Also bei sauberer ist es offensichtlich, dass es nicht stimmt. Das ist für dich hocheffizient, ich würde, da unterstelle ich jetzt vielleicht dem Verkehrsministerium was, aber ich glaube, hocheffizient ist in der Antwort natürlich so gemeint. Das Auto verbraucht keine Ahnung, 4 Liter und nicht 11 und deshalb ist es halt hocheffizient und das ist die Definition. Ja, und das ist mit hocheffizient gemeint. Glückwunsch, bring mich zur nächsten Antwort, weil ich gefragt hab. Ja, wenn saubere Verbrenner denn eine Übergangstechnologie sind, welcher Übergang und wie sieht denn eigentlich das Ziel aus? Und da hat der Sprecher mir eben geantwortet, im Jahr 2040 muss der Verkehr in unserem Bundesland gemäß Klimaschutzgesetz klimaneutral organisiert sein, das ist.
35:11 Und bleibt eine riesige Herausforderung. Und er hat dann weiter geantwortet. Im Jahr 2040 muss der größte Teil der Fahrzeuge in Baden-Württemberg emissionsfrei sein, nämlich E-Fahrzeuge auf Basis erneuerbaren Stroms. Er sagt dann noch Hybride und Verbrenner die mit E-Fuels klimaneutral hergestellten Kraftstoffen fahren sowie Wasserstofffahrzeuge sind ebenfalls möglich, das bedeutet ja einfach nur man stellt sich hin und sagt ja, es muss halt so sein. Genau also da ist man vielleicht, oder? Da haben wir dann vielleicht an dem Punkt die Komplexität des Problems oder auch die Absurdität im Ganzen oder fast ganzen dargestellt oder umrissen. Das hat halt 0 mit Strategie zu tun, sondern das sind pampernde Aussagen, Buzzwords, symptomgerichtet in die Luft geworfen, das hat das, genau das unterliegt keiner Strategie.
36:05 Man hat dann das Ziel, was man auch genauso in die Luft wirft. Aber es passiert ja nichts oder viel zu wenig um ’nen stringenten Weg dahin zu verfolgen, weil wenn man sich egal wie auf diesen Weg macht. Immer, aber, aber aber. Aber der Verbrenner. Aber das Auto hier aber das Mobilität, die Mobilität da zurückgerudert wird, was dazu führt, dass man in genau der Situation ist, in der wir jetzt sind. In der es auch keine Strategie gibt, wie es anders geht. Und gut, du richtest das jetzt auf den oder was heißt du du? Die Antwort war jetzt auf den Verkehr und auf die Mobilität sozusagen begrenzt, ist ja auch in Ordnung, es geht ja um Autos, aber was mich auch im zweiten Schritt stört ist, ich bin trotzdem davon überzeugt mir ist schon klar, dass sich auch Wirtschaftskraft nicht von heute auf morgen einfach umschalten lässt in andere Bereiche, aber wir doktern da in der Diskussion oder in der Diskussion.
37:06 Debatte zu sehr an den Symptomen rum und wir stellen uns finde ich viel zu wenig der Realität, dass wir wirklich wie an einem Epochenumbruch stehen und an einem strukturellen Wandel von Wertschöpfung, von wie generieren wir überhaupt Wertschöpfung aus, was generieren wir Wertschöpfung, also das ist ja ein Epochenumbruch, und daran glaube ich auch, wie in der Industrialisierung, das hat man, der Vergleich wird oft gezogen durch. KI, durch Digitalisierung von Wertschöpfung eben. Und das wird gar nicht. Also das das findet für mich viel zu wenig statt, das schiebt man auch immer so beiseite, weil es so unangenehm ist.
37:47 Genau so wird da halt einfach in die Zukunft geschoben. Und wie gesagt, also wenn ich das jetzt so lese, bedeutet doch eigentlich, die Autobauer können machen was sie wollen, sie können Verbrenner weiter bauen, Sie können E-Autos bauen, das ist schön, wenn es die gibt, aber im Prinzip wird da gesagt, ja gut wenn es halt Verbrenner gibt, dann wird. Tanken wir die halt mit E-Fuels. Das wiederum ist ja aber nicht Aufgabe der Autohersteller, das muss man ja auch so ganz klar sagen. Ja, also wenn die Politik keinerlei Vorgaben macht, wie die Klimaneutralität erreicht werden soll, dann ist es ja nur logisch, dass die Autobauer sagen, ja gut, dann bauen wir halt weiter Verbrenner und die Politik sagt Halt ja gut, dann gibt es irgendwo E-Fuels. Ja, aber dann können wir das dann ausführen.
38:28 E-Fuels werden extrem knapp sein und nicht für den privaten Straßenverkehr verschwendet werden können, doch das kann man so sagen, sondern die wird man für den Flugverkehr brauchen, OK. Wie gesagt, bedeutet doch eigentlich, die Autobauer haben jede Freiheit, alles zu tun, was sie möchten. Und dann fragt man sich doch, warum läuft es dann? Genau. Warum läuft es dann nicht? Und da muss man dann auch sagen, da trippelt man ja dann wieder auch auf der Stelle, weil wenn irgendeine also da waren wir ja schon mal in minimaler Richtung von Vorgaben Richtung Klimaneutralität, dann ist der Alarm wie direkt groß und dann gibt sich die Autoindustrie als sterbender Schwan, der schon die Kehle durchgeschnitten wurde und man jetzt zum Tode verdammt sein.
39:10 Und da, da frag ich mich und ich kann dir in die Glaskugel gucken, was passieren wird. Gar nichts wird da passieren, außer dass vielleicht die Nachfrage immer mehr einbricht und je näher man dem besagten ja kommen wird, desto lauter werden dann die Diskussion. Na ja, dass man da jetzt irgendwie, da müsste man dann noch mal verschieben oder x 1000 Ausnahmen das natürlich alles doch irgendwie weitergeht, ja. Und der Mensch ist einfach nicht dafür gemacht, Probleme anzugehen, die zu wenig Leid in seine Realität setzen, wenn sie nicht unbequem genug sind. So. So wie beim Klimawandel.
39:50 Eigentlich ein perfektes Schlusswort. Eine Sache möchte ich aber doch noch ergänzen. Ich habe natürlich noch auch gefragt, was das Verkehrsministerium denn für den Audi-Standort Neckarsulm für Vorschläge hat und da. Panzer ja. Kam wenig bei Rum, es wurde gesagt der muss erhalten bleiben, es wird alles getan werden um mit den Beschäftigten und der Konzernleitung Lösungen zu finden. Aber gesagt wurde auch jetzt ist erstmal VW gefordert. Konkrete Vorschläge für ein künftiges Produktionskonzept vorzulegen. Ich weiß nicht, ob das wirklich auch so sinnvoll ist, da drauf zu hoffen, weil wie gesagt, VW hat ja selber beschlossen, dass dieses Werk nicht mehr wettbewerbsfähig ist und 2034 eventuell geschlossen wird.
40:34 Also ich glaub da müssen Vorschläge von anderer Seite kommen. Wie es da weitergehen soll? Ja, das glaube ich auch. Wir sind auf jeden Fall sehr gespannt auf die Vorschläge. Auf jeden Fall. Es ist die Zeit drängt, wird ein paar Monate. Spaß macht. Wir beobachten das Ganze auf jeden Fall.
40:53 Dann würde ich sagen, kommen wir zu unserer Rubrik Chatty fragt, wir antworten oder ja, unsere beliebte Rubrik, die wir jetzt mehrmals nicht hatten, aus Zeitgründen, aber heute fragt uns Chatty wenn 8 Ministerpräsidenten öffentlich erklären müssen, dass sie hinter dem Kanzler stehen. Ist das ein Zeichen von Stärke oder das deutlichste Zeichen, dass es bei der CDU brennt? Da muss ich tief Luft holen. Das macht natürlich viel auf. Ich lehne mich jetzt mal 40 Minuten. Lang zurück, genau da. Und wenn ich sage, ich muss tief Luft holen, dann heißt es was, weil Doni erklärt mir ja immer, dass ich so lustig atmen würde und sowieso immer besonders tief einatmen. Ich schneide diesen Podcast genau.
41:35 So also Friedrich Merz hat sich ja jetzt, er dementiert es war, aber es gab dann Berichte darüber, dass er die indirekte Vertrauensfrage nach der Wahl in Mecklenburg-Vorpommern stellen will, da ist es dann jetzt eigentlich schon fast egal, ob es passiert oder nicht, auch das ist ’ne nächste Stufe der Diskussionsrolle oder Schleife, um die Situation des Kanzlers oder um seine einfach total schwache oder geschwächte Position. Das ist ja so jetzt, weil wir jetzt nicht mehr 40 Minuten Zeit haben, können wir jetzt nicht alles noch mal aufrollen. Warum das berechtigterweise eventuell so ist und dass da auch Eigenverschulden mit dazu kommt. Deshalb kürz ich das ab und nehme Friedrich Merz in Schutz, weil ich wenig davon halte, genau ich nicht sicher bin, ob uns das als Land weiterbringen wird, wenn wir da immer diese in diese überhitzten Kanzler- und Personaldebatten rollen, in sehr schneller Geschwindigkeit, das war bei Olaf Scholz so.
42:31 War bei Robert Habeck so, bei der Ampelregierung. Wo hat es uns hingeführt, noch nicht in bessere Zeiten und deshalb glaube ich, dass das nicht so richtig, richtig ist, dass ich finde es auch von der CDU, ich weiß nicht, ob sie sich damit gefallen tun, ich glaube es nicht, aber natürlich ist der Kanzler in einer desaströsen Situation und kurz. Ich möchte nämlich eine Podcastfolge empfehlen. Die aktuelle Podcastfolge oder fast aktuell wahrscheinlich von Anne Will mit Herfried Münkler super Folge, der dann aber am Ende auch noch mal gesagt hat oder dargelegt hat, wo es da um die Frage ging, dass ja Friedrich Merz. In seiner Pressekonferenz nach der Wahl in Sachsen-Anhalt gesagt hat, na ja, er sieht es ein, man müsste da die Dinge besser erklären beziehungsweise man müsste eine positivere Zukunft Zukunftserzählung schaffen, den Leuten das besser präsentieren oder wie auch immer, da hat man übrigens den starken Widerwillen gemerkt, als er das ausgesprochen hat, er war anscheinend noch nicht so überzeugt davon und da hat Herfried Münkler völlig zurecht auch gesagt.
43:39 Na, da ist man ja schon an der Aufgabe gescheitert. Man darf ja nicht also positive politische Inhalte oder Zukunftsbilder und Erzählungen nähren, sich nicht dadurch, dass man sagt, dass man sie jetzt erzählt, sondern dass man sie tut, also man muss das ja mit was füllen, und das finde ich total richtig, du guckst mich so an, als ob du nichts verstanden hättest von dem, was ich gesagt habe. Doch nein, nein, nein, nein. Sorry, ich wusste, ich hab ganz kurz nachgeguckt. Ach so. Okay weil ich dachte okay. Moment, ich bin kurz eingeschlafen und ja, Qual nein.
44:23 Ich hör auch bei deiner messerscharfen betriebswirtschaftlichen Analyse über das Audi-Werk zu. Ich weiß, nein, ich habe wirklich nur was gegoogelt, weil ich es zitieren wollte. Gut, dann zitier mal los, ich. Brauch jetzt nicht noch mal dasselbe sagen wie du. Du hast es natürlich sehr treffend eingeordnet, ich denke es ist ein absolutes absolutes Signal, dass es bei der CDU brennt, weil warum sollte sowas überhaupt nötig sein? Warum sollten die Ministerpräsidenten sich hinter Merz stellen? Und also ja, der Kanzler ist momentan sehr gereizt. Es gab ja auch diesen Ausschnitt, in dem man Journalisten zurechtweist, wie du gesagt hast, du findest schon auch berechtigt, ich find es mitunter auch berechtigt, wo er gesagt hat, ja, interessieren sie eigentlich auch Sachfragen oder wollen wir jetzt nur über Personalfragen debattieren?
45:10 Das das sehe ich auch, aber es gibt ja auch einfach. Unzählige Berichte seriöser Medien und ich glaube durchaus, dass die „Zeit“ zum Beispiel nicht einfach Texte raushaut, die keinerlei Substanz haben. Man hört es, man liest es überall, dass selbst die CDU inzwischen sagt, EY mit dem Kanzler holen wir keinen Blumentopf mehr, ja, der kann es einfach nicht, und da wird sich auch nichts bessern, ja, ich glaube nicht, dass. Landtagswahlen wirklich der Grund sein sollten, für den Bundeskanzler zurückzutreten, das glaube ich nicht.
45:50 Ich glaube, bei Landtagswahlen, da würde man dann genau dasselbe machen, indem man sagt, ja gut, die Landtagswahl in Berlin ist jetzt der Grund für Friedrich Merz zurückzutreten, weil da die CDU verloren hat, ich glaube, das ist einfach ein Zeichen für schlechte Politik im Land Berlin, auch wenn bundesweite Wahlen immer auf Landtagswahlen ausstrahlen, das ist so, trotzdem würde ich diese Verbindung ungern ziehen. Ja, ich glaube, es ist einfach. Es wird. Die Luft wird sehr dünn um Friedrich Merz und man müsste aber dieses Problem auf bundespolitischer Ebene lösen, man müsste wahrscheinlich seine Politik ändern, dazu ist der Bundeskanzler nicht bereit in dieser Koalition, und ja, deswegen sind wir hier. Ja, genau dazu ist der Bundeskanzler nicht bereit.
46:32 Wir sind gespannt. Never complain, never explain, sagt man doch auch in als PR-Strategie und ich finde das würde dem Kanzler wahrscheinlich gerade eher gut tun als zu sagen, Friedrich Merz ist der Beste, Wir stehen alle hinter Friedrich. Das stimmt und ich möchte auch noch eine Sache anfügen. Dieser Personalfrage geht natürlich nach, wer könnte die Alternative sein? Hoch im Kurs ist Hendrik Wüst und Hendrik Wüst. Da möchte ich noch mal wirklich ein Appell, lass den Mann in Ruhe, lasst den Mann. Mann doch in NRW seine Arbeit machen. Ja, das läuft da gut, der hat sein Bundesland gut im Griff, der Macht die Sache gut, jetzt zerrt der nicht nach Berlin, ich also ich bete wirklich, also täglich eigentlich für Hendrik Wüst, dass er das nicht macht, genau weil das finde ich.
47:19 Wir nehmen Hendrik Wüst in unsere Gebete Gebete auf. Genau, mindestens und. Also da auch da komme ich dann aus dem Kopfschütteln nicht heraus und dann denke ich manchmal, man kann doch nicht immer dieselben Fehler schleifen, wieder und wieder und wieder machen.
47:34 Damit würde ich sagen, haben wir die Frage von Chatty beantwortet und machen noch weiter mit unserem Cringe der Woche unserer Rubrik. Hast du einen? Also mein Cringe der Woche war Alice Weidel, die in ihrem Büro saß und demonstrativ einige Ausgaben des Spiegels vor sich liegen hatte. Der hatte nämlich auf dem Titel Ne Geschichte mit der Frage, was planen die Verfassungsfeinde? Und Alice Weidel saß da so cool und hat das signiert und. Hat dann noch so demonstrativ in die Kamera gelacht. Hat gesagt, Oh, ich liebe den Spiegel, beste Wahlwerbung überhaupt und ratet mal, wer das gleich auch noch signiert und. Ja, also ja, ich fand es einfach total cringe weil also ich muss sagen, wirklich all meine Abneigung für AfD Politiker wie Ulrich Siegmund, aber an sich fand ich es schon ’ne witzige Aktion, dass er dieses Cover genommen hat und halt einfach signiert hat, auf dem sein Gesicht drauf war.
48:30 Gefährlich ist da mal in Deutschland. Absolut witzig und absolut. Klug aber, dass die AfD Parteichefin, das jetzt. Kopiert in billig und dann so schlecht und cringe. Also ja und am Ende kauft sie dieses üble links grün versiffte Magazin den Spiegel aus ihrer Sicht ja dann doch. Das stimmt. Von unseren Steuergeldern übrigens. Das stimmt, genau wollen wir ja mal. Wollen wir ja mal anfügen, aber genau mein Cringe der Woche List im Newsletter. Da würde ich sagen, war’s das für heute. Folgt uns auf Spotify, Apple Podcasts, YouTube Music, Amazon Music und allen anderen Podcast Plattformen.
49:12 Die nächste Podcastfolge kommt nicht wie gewohnt am Freitag, sondern am Samstag, dem 3. Oktober. Das liegt daran, dass wir. Tag der Deutschen Einheit Tag. Der deutschen Einheit noch. Das liegt eben daran, dass wir am 2.10. Live-Podcasten in der VHS Heilbronn kommt unbedingt vorbei, hört uns zu und stellt uns fragen und genau da wir erst Freitag Abend den Podcast aufzeichnen kann der erst am Samstag erscheinen. Und ansonsten schreibt uns gerne bis dahin abonniert den Newsletter, kommt gut durch die Woche, habt ’ne schöne Zeit bis dann tschau.
Laufzeit: 50 Minuten. Erschienen am 18. September 2026.