Sachsen-Anhalt: AfD vs. Demokratie

Folge 23 · Am Sonntag wählt Sachsen-Anhalt. Die AfD liegt in Umfragen bei rund 40 Prozent und könnte erstmals stärkste Kraft werden – und vielleicht sogar regieren. Wir besprechen, welche Folgen das hätte, warum Bundesregierung keine Hilfe ist. Außerdem: Wie es soweit kommen konnte, erklärt am Buch „Deutschland 2033“

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Worum es geht

Am Sonntag wählt Sachsen-Anhalt einen neuen Landtag. Die AfD liegt in Umfragen bei rund 40 Prozent, in manchen sogar bei 42, die CDU bei etwa 23. Der Verfassungsschutz stuft den Landesverband als gesichert rechtsextrem ein – und trotzdem ist eine absolute Mehrheit rechnerisch in Reichweite. AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund spricht vom Ziel „45 Prozent plus“ und plant gar keinen Koalitionspartner ein.

Wir rechnen die Konstellationen durch: Wie könnte die absolute AfD-Mehrheit verhindert werden? Und wer regiert Sachsen-Anhalt, wenn ohne die Linke keine Mehrheit gegen die AfD zustande kommt? Denn Bundeskanzler Friedrich Merz hat eine Zusammenarbeit mit der Linkspartei vorsorglich ausgeschlossen. Danach geht es um das 100-Tage-Programm der AfD. Erste Amtshandlung wäre die Kündigung des Rundfunkstaatsvertrags mit dem MDR. Dann: mehr Abschiebungen, zentrale Asylunterkünfte, Deutschlandflaggen-Pflicht an Schulen, weniger Geld für Demokratieförderung, neue Lehrpläne.

Solllten die anderen Bundesländer die Daumenschrauben anziehen? Das diskutieren wir, denn Baden-Württembergs Finanzminister Danyal Bayaz hat vorgeschlagen, den Länderfinanzausgleich für Sachsen-Anhalt zu streichen. Zum Schluss geht es um die Frage, wie es überhaupt soweit kommen konnte und warum die AfD so stark ist. Das Buch „Deutschland 2033 – Ein Szenario“ von Justus Bender befasst sich genau damit und liefert unbequeme Erklärungen für den Aufstieg der AfD: Sie redet über Gefühle, alle anderen über Zahlen. Am Ende steht die Frage, die wir beide unterschiedlich beantworten – ob da noch etwas zu drehen ist.

Diese Fragen stellen wir

  • Wie wahrscheinlich ist die absolute Mehrheit für die AfD in Sachsen-Anhalt?
  • Welche Regierung ist ohne die AfD in Sachsen-Anhalt möglich?
  • Was würde die AfD in ihren ersten 100 Tagen umsetzen?
  • Sollte man Sachsen-Anhalt das Geld aus dem Länderfinanzausgleich streichen?
  • Warum funktioniert die Ansprache der AfD besser als die aller anderen?
  • Warum schafft es die Bundespolitik, sich so unbeliebt zu machen?

Kapitel

  • 00:17 – Unser Newsletter, Live-Podcast am 02.10., VHS Heilbronn, 20:45 Uhr
  • 01:18 – Sachsen-Anhalt vor der Wahl: 40 Prozent für die AfD
  • 06:28 – Drei Szenarien für die absolute Mehrheit der AfD
  • 08:24 – Wer soll regieren? Ohne die Linke gibt es keine Mehrheit
  • 15:17 – Der Wahlkampf der anderen Parteien in Sachsen-Anhalt
  • 24:05 – Was die AfD in 100 Tagen vorhat
  • 32:55 – Taugt der Länderfinanzausgleich als Druckmittel?
  • 37:11 – Buchtipp: „Deutschland 2033 – Ein Szenario“ von Justus Bender
  • 47:44 – Warum die AfD mit Gefühlen punktet
  • 56:04 – Unser Fazit
  • 1:00:05 – Cringe der Woche

Relevante Quellen

Automatisches Transkript dieser Folge

00:17 Hallo und herzlich Willkommen zu einer neuen Folge von Kontext und Krawall. Ich bin Marie. Und ich bin Christoph. Ihr hört uns heute in nie dagewesener Qualität, weil wir neue Mikrofone haben, auch wenn ihr die nicht seht. Genau, aber das wollte ich auf jeden Fall mal direkt nicht unerwähnt lassen, falls sich jemand wundert, woher dieser unglaubliche Klang kommt. Genau und ihm gerne Lob entgegenbringen. Genau, Kritik nicht, das ist verboten, das passt zu unserer heutigen Folge dazu. Kommen wir aber erst gleich. Erstmal möchten wir euch gerne auf 2 Dinge hinweisen und zwar einmal ist am 28. August unser Newsletter gestartet, den ihr ab jetzt jede zweite Woche lesen könnt, immer am Freitag zwischen den Folgen, sozusagen in der Woche, in der keine Podcastfolge erscheint. Und da erwarten Euch Hintergründe, Analysen und ein kompakter Überblick über die aktuelle Podcastfolge und was uns sonst alles noch so einfällt. Und anmelden könnt ihr euch unter kontextundkrawall.de.

01:18 Eh alles klein und zusammengeschrieben. Und dann slash Newsletter. Genau und alle Infos findet ihr in der Folgenbeschreibung und auch bei uns auf Insta. Also folgt uns gerne. Und dann gibt es noch einen zweiten Hinweis in eigener Sache. Am 2. Oktober könnt ihr uns nämlich live beim Podcasten zuschauen. Da sind wir nämlich Teil der langen Nacht der Demokratie in Heilbronn und machen uns einen netten Abend an der Volkshochschule. Wir sprechen darüber, ob Grundrechte manchmal an der politischen Realität scheitern. Ihr könnt natürlich vorbeikommen, Fragen stellen, markiert euch also 2.10. Im Kalender. Los geht es um 20:45 Uhr in der Volkshochschule Heilbronn, 2. Oktober, 20:45 Uhr in der Volkshochschule Heilbronn in der Kirchbrunnenstraße 12. Alle Infos gibt es natürlich auch noch mal in den Shownotes und bei Instagram. Genau, und die Grundrechte leiten uns eigentlich direkt zu unserer heutigen und aktuellen Folge. Und zwar sprechen wir mal drüber beziehungsweise schauen wir mal, wie lang die Grundrechte noch existieren in Sachsen-Anhalt. Nein, da wird nämlich am Sonntag gewählt, da ist die Landtagswahl steht vor der Tür und es sieht mittelmäßig aus, wenn man nicht AfD-Wähler oder AfD-Parteimitglied ist, weil die AfD liegt ganz klar vor allen anderen Parteien, mit weitem Abstand bei rund 40%, in manchen Umfragen auch bei 42%. Und ja, die könnte zum ersten Mal stärkste Kraft in einem Bundesland werden, den Ministerpräsidenten stellen und sogar die absolute Mehrheit ist in Reichweite. Also die CDU liegt aktuell bei circa 23%, also wirklich weit abgeschlagen und bevor wir noch tiefer einsteigen, möchte ich dich direkt dazu was fragen.

03:03 Die CDU ist also soweit abgeschlagen Umfragen vor der Wahl stimmen ja nicht immer. Hast du da Hoffnung, dass die grandios daneben liegen und das noch aufzuholen ist? Also ich sag mal so, Umfragen stimmen zwar nicht immer, aber wenn man so den Langfristvergleich betrachtet, kann man schon sehen, dass sich gewisse Tendenzen ableiten lassen und na ja, also dass immer vor der Wahl was anderes gesagt wurde als danach raus gekommen wurde. In den Wahlumfragen kann man so nicht sagen. Ich glaube, mit so Parteien wie der AfD und dem BSW ist da ein kleiner Schlag reingekommen, sage ich mal. Da sind die Menschen einfach unberechenbarer. Was die Gründe dafür sind, können wir ja später auch noch mal drauf kommen. Und klar, es gibt Wahlen, bei denen wird sich dann doch am Ende noch mal in der Wahlkabine spontan entschieden, das passiert ja auf jeden Fall, hat natürlich auch mit der allgemeinen Lage der Weltlage zu tun, dass sich Menschen zunehmend.

04:02 Von Parteiensystemen auch entfremden, sich nicht mehr festlegen wollen, jahrelang auf eine Partei, was Sachsen-Anhalt angeht, ist das ja gerade interessant, weil beim letzten Mal bei der letzten Landtagswahl saßen wir auch schon da und haben gedacht Oi, oi, da könnte die AfD aber ganz schön stark abschneiden und dann gab es einen riesen Sprung vom damaligen Ministerpräsidenten Kandidaten Reiner Haseloff, der hat auf jeden Fall mächtig zugelegt und damit hatten tatsächlich die Wahlforscher nicht gerechnet, dass die CDU so n starken Sprung hinlegt. Ja, macht die Lage für Sonntag natürlich noch mal spannender. Ich liebe ja eigentlich Wahlsonntage, wenn es nicht, wenn es jetzt nicht mittlerweile so ein wirklicher, dass man wirklich fast Angst haben muss davor, vor dem Ergebnis aber eigentlich beste ist.

04:51 Man beschäftigt ab 18:00 Uhr ab plus davor. Ja, es ist so und eigentlich genau kann man sich damit mit viel Freude durch die ganzen Daten wühlen und schauen, wer hat wie abgestimmt, warum? Sehr spannend, aber du hast ja gesagt auf die Wahl in Sachsen-Anhalt schauen jetzt alle eher mit Bauchweh und mit sehr schlechten Gefühlen, weil die AfD könnte nicht nur erstmals stärkste Kraft in einem Bundesland werden, sondern eventuell ist sogar ne absolute Mehrheit in Reichweite. Damit hätten wir zum ersten Mal eine gesichert rechtsextreme Partei, die im Bundesland regiert und darüber können wir mal n bisschen sprechen, oder würde ich sagen. Ja, sprechen wir noch drüber, solange wir es noch dürfen. Genau. Weil regieren ist das klare Ziel der AfD in Sachsen-Anhalt und ihres Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund.

05:36 Und wer sich jetzt denkt, ja gut, mit der AfD will ja eh niemand zusammenarbeiten, da kommt wieder die absolute Mehrheit um die Ecke, also die AfD plant nämlich nicht, mit jemandem zusammenzuarbeiten, die wollen wirklich die, wie Ulrich Siegmund, der Spitzenkandidat, immer sagt, 45% Plus. Und da lohnt sich natürlich der Blick ins Detail. Der ganze Wahlkampf der AfD ist auch darauf ausgerichtet gewesen, sie haben ja Wahlprogramm, Regierungsprogramm genannt, auf den Plakaten steht, es beginnt hier, sie sprechen immer von einer blauen Welle, die sie lostreten wollen, also sie verstehen es ganz klar als den Zeitpunkt, jetzt beginnt es, jetzt schaffen wir es, jetzt ist der Moment da, wo wir halt zum ersten Mal regieren. Und wie gesagt, der Blick lohnt da auf jeden Fall aufs Detail, wenn man sich die Zahlen anschaut.

06:28 Diese absolute Mehrheit, das bedeutet, man hat die meisten Sitze im Landtag, ne, das sind aktuell 42 von 83 Mandaten in Sachsen-Anhalt und auch wenn die Umfragen für die AfD gut sind, schätzen Wahlexperten jetzt eigentlich und Politikwissenschaftler. Das als eher unwahrscheinlich. Ein, dass das passiert. Also man ist sich da nicht ganz sicher. Wie gesagt, Wahlumfragen sind keine Wahlergebnisse und vor allem kommt es darauf an, welche Parteien sie überhaupt. Ins Parlament haben, und das ist, wenn wir da. Mal als nächsten Punkt hin, worauf ich noch ganz kurz hinweisen möchte. Wir haben schon in der vergangenen Folge, über die das AfD-Programm und den Spitzenkandidaten Ulrich Siegmund in Sachsen-Anhalt gesprochen, also wenn ihr mehr oder Genaueres zum Wahlprogramm und auch zum Spitzenkandidaten wissen hört, dann hört da auf jeden Fall mal rein, wir verlinken euch die Folge. Unbedingt kontextundkrawall.de/podcast da findet ihr alle Folgen mit Transkript und ihr könnt sie auch schön durchsuchen, so das Szenario 1 ist im Prinzip schnell.

07:30 Erklärt, wenn die Grünen es rein schaffen, die gerade so um die 5% um die 6% dümpeln, je nach Umfrage, dann hat die AfD keine Chance. So einfach ist es tatsächlich, weil dann greifen die Grünen eben zu viele Mandate ab, so stark wird die AfD einfach nicht werden, das wäre schon ne enorm krasse Abweichung, wenn das BSW es als einziges rein schafft und die Grünen nicht, dann könnten die könnte die AfD vielleicht auch ohne absolute Mehrheit regieren, weil das BSW ja signalisiert hat, dass sie einen. Ministerpräsidenten Ulrich Siegmund Weil das BSW ja signalisiert hat, dass sie einen Ministerpräsidenten von der AfD tolerieren könnten. In manchen Politikfeldern zumindest. Und was man auch noch sagen muss, das Szenario 3 ist, wenn die CDU doch eher stärker abschneidet und die AfD n bisschen schwächer als in den Umfragen, dann würde es für die AfD-Regierung wahrscheinlich trotzdem nicht reichen, auch wenn die Grünen draußen bleiben.

08:24 Weil dann wären es eben einfach nicht genug Mandate. So. Man muss aber auch auf die andere Seite blicken, weil dann ist ja die Frage. Was machen wir dann? Was machen wir dann genau? Selbst wenn die AfD stark abschneidet? Selbst wenn die AfD keine keine Mehrheit bekommt, dann ist die Frage, wer regiert dieses Bundesland denn dann und da, ja. Sind ja. Da sind eigentlich eher absurde Konstellationen möglich und lass uns als erstes über die möglichen Regierungskonstellationen sprechen und dann vielleicht auch noch über die Wahlkämpfe der anderen Parteien, weil das finde ich auch spannend, wie sich das da konzentriert oder entwickelt hat. Aber genau, wenn die AfD nicht regiert, dann muss es jemand anderes tun und dann wird es nur möglich sein, wenn man gemeinsame oder gebündelte Kräfte, die vielleicht nicht so gut zusammenpassen, Zusammentut. Beispielsweise die CDU mit den Linken. Das haben Sie jetzt aber schon erneut vollkommen ausgeschlossen.

09:24 Ich sehe dir an, dass du die möglichen Regierungskonstellationen vor dir hast. Und ja, ich also meine Finger im Jugendregelrecht, also die Linken stehen gerade, je nachdem was man sich anschaut bei um die 11% sprechen wir das ganz klar aus, selbst wenn die Grünen reinkommen, es gibt keine Regierungsmöglichkeit ohne die Linkspartei, also keine Mehrheit im sachsen-anhaltinischen Landtag, das ist einfach nicht zu erreichen und da hat es wahrscheinlich auch nicht geholfen, dass der Bundeskanzler Friedrich Merz die Tage, sag ich mal, den den Wahlkampf gedacht hat. Jetzt misch ich mal, mich noch auf der Ziehgeraden in den Wahlkampf in Sachsen-Anhalt ein und schließt ne Koalition mit der Linkspartei grundlegend aus. Also er hat gesagt, es gäbe zur AfD und der Linkspartei so fundamentale Unterschiede zur Union, dass eine Zusammenarbeit ausgeschlossen ist. Und das verstehe ich natürlich, dass er da als Bundeskanzler, sage ich mal, die Marschrichtung vorgeht. Und doch denke ich mir, klüger wäre es wahrscheinlich gewesen, das nach der Wahl zu formulieren, wenn überhaupt klar ist, was die Optionen sind, oder wie siehst du das? Wäre auf jeden Fall klüger gewesen, aber besonnen und klüger zu handeln.

10:32 In der Kommunikation sind einfach nicht die Stärken von Friedrich Merz. Dazu gibt es jetzt einfach zu viele Beweise dafür, dass das einfach oft nach hinten losgeht. Was ich auch spannend da finde, ist, dass der Kanzler beziehungsweise Friedrich Merz war, wenn man auf dem Bundestagswahlkampf mal kurz zurückkommt, hat man ihn eigentlich als Kandidaten des Ostens gesehen, also er war eigentlich der Mann in der CDU, wovor allem die Ostverbände und auch die Ostwähler ihn als sehr, sehr positiv attestiert hatten. Die Kompetenzzuschreibung war sehr hoch und die Unterstützung für ihn oder ich sag jetzt einfach auch mal für seinen Flügel innerhalb der CDU für seine. Richtung war da sehr ausgeprägt und das hat sich fundamental geändert. Also man hat ja auch gesehen, er war eigentlich nicht wirklich präsent im Wahlkampf, dann gab es da die Berichterstattung darüber, ja, warum ist es denn jetzt so, wo ist eigentlich der Kanzler, und dann gab es aber eigentlich relativ schnell auch die gegen Berichterstattung oder gegen Erklärung, na ja, weil er wahrscheinlich auch nicht so viel helfen würde, oder nicht? Ja, das wäre keine große, Na ja, weil das wahrscheinlich keine große Hilfe wäre.

11:39 Und ja, da hat er einfach extrem in der Wählergunst verloren. Da ist eine ganz große Enttäuschung und Frustration in der Bevölkerung messbar, wenn man auch auf Umfragen schaut, und das finde ich schon bemerkenswert und wirklich auch fatal. Und dann zu seinem Ausschluss mit der Linkspartei. Das ist natürlich wirklich schwierig und ich weiß auch nicht, wie man aus dieser Situation kommen will, weil natürlich kann ich verstehen, aus Sicht der CDU, die CDU ist einfach eine fundamental andere Partei als die Linkspartei, und dass man da gerne sagt oder sagen möchte und bestimmt auch gut begründet inhaltlich mit denen möchten oder können wir nicht koalieren, das kann ich verstehen. Aber dann ist man natürlich der realpolitischen Situation ausgesetzt, dass das die einzige Möglichkeit gegenüber der AfD ist.

12:32 Wenn wir jetzt mal annehmen, dass das passiert, dass die CDU wirklich mit der linken regieren würde, um die AfD zu verhindern, dann weiß ich auch gar nicht, was jetzt meine Bewertung daraus wäre. Weil natürlich kann man sagen, das ist die Priorität 1, aber das Ergebnis daraus ist, dass die. Die Wähler das Gefühl haben könnten, was ja völlig absurd ist. Sie wählen die CDU und sehr beträchtlicher Teil, auch wenn er geschrumpft ist. Und sie bekommen ne jetzt mal unabhängig davon, wie der Koalitionsvertrag dann aussieht in Anführungszeichen linke Politik und das kann ja den Verdruss noch mal fördern und. Also es ist wie die Quadratur des Kreises. Man befindet sich in so einem Dilemma eigentlich, weil aufgrund der Mehrheitsverhältnisse, egal ob das jetzt noch, wenn es sich um wenige Prozentpunkte handelt, hoch oder runter geht, das n großer Teil der Bevölkerung, egal wie das Ergebnis wie die Regierungskonstellation aussieht, frustriert sein wird und das glaub ich ist wirklich tödlich für ne Demokratie.

13:33 Genau. Und ich glaube, so sehr man natürlich das würdigen muss, dass Parteien sagen, so, ja gut, dann gucken wir halt mal, wie das Wahlergebnis aussieht, und dann muss man gesprächsbereit bleiben. Natürlich, diese Floskeln wird es geben am Wahlabend, wir werden mit allen sprechen und so weiter und dann schließt man halt Menschen aus, aber natürlich ist schon das Signal eigentlich auch fatal, dass man sagt, ja, am Ende schließen sich vielleicht alle Parteien zusammen um, um eben die AfD zu verhindern, weil es halt nur noch so geht, ja. Und natürlich die Leute, die AfD gewählt haben, aus welchen Gründen auch immer, denken dann so, ja gut, schauen wir mal, was da für, sag ich mal Rückgratverbiegungen nötig sind, um die um die AfD halt um jeden Preis zu verhindern.

14:16 Ja, manche sprechen auch von der Brandmauer Koalition, das finde ich irgendwie ja spannend. Und was natürlich ein Szenario, sollten wir noch erwähnt lassen, ne Minderheitsregierung wäre natürlich theoretisch auch möglich, also dass Partei, dass sich mehrere Parteien zusammentun ohne ne Mehrheit zu haben im Landtag, aber da haben wir dieselben Probleme. Ne, du musst dir dann für jedes Gesetz eine Mehrheit suchen und auch dann kommst du am Ende nicht drumherum mit den linken oder der AfD zusammenzuarbeiten, um die die nötigen Stimmen zu organisieren. Und das kann die CDU ja dann auch wieder nicht wollen. Also. Nee, und ich glaube auch, auch wenn das in Sachsen-Anhalt eine besondere Situation ist, dass die CDU sich mit diesen Absolutäußerungen so wie jetzt mit der Linkspartei, aber das passiert auch oft mit den Grünen, da schaufelt man sich immer tiefer ins eigene Grab, eigentlich, weil man sich immer weiter in diese Sackgasse manövriert, dass man früher oder später mit der AfD koalieren. Wird oder muss.

15:17 Und wenn da jetzt CDU Politiker oder konservative Personen der Mitte, was die CDU ja eigentlich ist für mich oder ich finde es sollte ne Partei der Mitte sein, aufspringen und sagen um Gottes Willen, niemals wird das passieren, dann treten wir aus der Partei aus, dann das ist nicht der im Sinne der CDU. Ich halte das für absolut realistisch und auch nicht unwahrscheinlich, nicht jetzt sofort will ich noch anziehen. Sofort, ja. Dann können wir vielleicht mal ganz kurz noch auf die anderen Parteien gucken, vielleicht mal auf die Grünen und auf die SPD, weil bei den Grünen fand ich ja besonders spannend, dass das, also, das hat sich ja verändert von am Anfang, dem relativ finde ich hoffnungslos wirkenden Wahlkampf bis zu dem Moment, als sie verstanden haben, dass es einen relevanten Unterschied machen kann, ob sie quasi im Parlament sind, oder ob sie nicht im Parlament sind.

16:10 Wenn ihr gerade Hintergrundgeräusche gehört habt, dann war das Donis Tasse, der knapp am Überleben mit dem Überleben kämpft und im März genau. Nämlich Teilzeit krankgeschrieben so. Genau. So nach dem Motto. Ja, er kämpft gegen eine Erkältung, aber er wird es hoffentlich überstehen. Genau. Ich habe meinen inneren Winfried Kretschmann gechannelt und trinke hier die ganze Zeit Tee. Genau auf jeden Fall. Wo mach ich jetzt weiter, bis zu dem Moment, wo sie verstanden haben, dass es einen relevanten Unterschied machen könnte, ob sie im Parlament sind oder nicht, und dann haben die Grünen ja ihren ganzen Wahlkampf auch darauf ausgerichtet. Wir müssen das schaffen, um die AfD zu verhindern. Wir müssen über diese 5% Punkte kommen und das finde ich auf der einen Seite, das hat glaube ich auch relativ gut funktioniert, da hat sich ne relativ große, wenn man also gut man redet da über sehr geringe Prozentpunkte, aber in diesem Rahmen ne ganz andere Dynamik und Stimmung entwickelt, ich finde es ja auf der anderen Seite total. Problematisch trotzdem, da hab ich glaub ich auch was im Deutschlandfunk zugehört, ob es nicht total deprimierend für alle anderen Parteien ist, wenn man gar keinen Wahlkampf für die eigenen Inhalte machen kann, sondern einen reinen Anti AfD Wahlkampf.

17:33 Und es stimmt natürlich, das ist irgendwie wirklich deprimierend. Und was ich auch spannend fand, ist Cem Özdemir, also der Ministerpräsident von Baden-Württemberg, hat sich Zeit genommen, um in sowohl in Sachsen-Anhalt als auch in Mecklenburg-Vorpommern den Wahlkampf seiner Partei zu unterstützen, und ich fand seinen Ton da ziemlich spannend, weil er da, also, wenn man ich sag, mal im luftleeren Raum zugehört hätte, ihn nicht kennen würde, nicht seine Parteizugehörigkeit, dann hat er auf jeden Fall den linken Flügel der Grünen so verlassen. Und finde da extrem deutliche und scharfe Worte. Ich fand das sehr richtig und sehr gut, weil ich auch glaube, dass man durch dieses zu verharmlosende und in Watte gepackte Erklärung, die vielleicht nicht zu scharf wirken sollen, an der ein oder anderen Kante, das bringt alles nichts, und das ist auch unnötig, und deshalb finde ich das echt, fand ich das wirklich gut, dass mal ja, dass er mit so einer Klarheit einfach.

18:35 Da unterwegs war. Vor allem Cem Özdemir, der ja eigentlich ein absolute Befürworter eines AfD-Verbotsverfahrens ist. Ja, weil wo er sich ja auch noch mit Boris Pistorius zusammen das vorgeschlagen hatte. So jemand, ja, kommt natürlich bei vielen Leuten im Osten mit Sicherheit nicht gut an, also ja, finde ich schon mutig, dass er dann da auch hingeht und und sich dem ganzen, sage ich mal, auch stellt. Und da ist Kontrast. Natürlich haben wir wieder den Bundeskanzler. Ja, da gab es ja viel Kritik daran. Einerseits haben die Leute gesagt, ja, der wird uns gar nicht helfen, der soll nur wegbleiben, sag ich mal aus dem sachsen-anhaltinischen Wahlkampf, viele CDU Mitglieder, hat man Reportagen immer wieder gesehen, haben gesagt, so, nee, der hilft uns gar nicht und andererseits als er dann da war, war es trotzdem, fand ich ja bemerkenswert.

19:27 Ja, kleinlauter auftritt, sag ich mal von einem Friedrich Merz, der sich halt nicht hingestellt hat, sondern der nur, das war ja in Kühlungsborn, wo er, sag ich mal so, ja fast durch die Hintertür, sag ich mal, reingebracht werden musste und der dann auch stark ausgebuht wurde. Ja, das ist nicht so, dass es bei anderen Kanzlern nicht so war, das kennt auch ein Olaf Scholz, hat das am Leib gespürt, auch eine Angela Merkel, aber trotzdem, ich find es hat so n bisschen den Anschein, als würde der Bundeskanzler. Ja, da sage ich mal sich bedeckt halten, so, das finde ich eigentlich schade, weil ich finde, gerade jemand, der das Land in dieser Zeit führt, der müsste da dann auch reingehen. Ja, und wenn schon eine Landtagswahl wie in Sachsen-Anhalt, wie viele Landtagswahlen von Bundesthemen überlagert wird, dann sollten auch Bundespolitiker Cem Özdemir gut ist. Ist ein Ministerpräsident, aber klar, natürlich prominenter Vertreter seiner Partei.

20:24 Sollten auch hingehen und und reingehen, sage ich mal. Das stimmt, aber ich habe mich gefragt oder ich habe mir gedacht, Na ja, gut, aber vielleicht ist es natürlich also gut, ich gehe davon aus, dass es kalkuliert oder durchdacht war und dass es keine spontane Verpassung des kompletten Wahlkampfs war. Spontane Verpassung des gesamten Wahlkampfs. Genau, kurz, kurz vergessen in der Sommerpause aber, dass Friedrich Merz vielleicht denkt, na ja gut, wenn er nicht. Noch enger oder wahnsinnig eng, auch inhaltlich mit vielen Bildern, mit viel Einmischung, mit diesem Wahlkampf in Sachsen-Anhalt verwoben ist. Vielleicht kann er ein bisschen verhindern oder zumindest abmildern. Dass nämlich folgendes nach dem Wahlkampf passieren wird, und das muss ich sagen, da würde ich mir so sehr wünschen, dass das medial nicht so passiert.

21:13 Aber es wird genauso passieren, dass wenn das Ergebnis der CDU schlecht oder sehr schlecht ist, wenn die Verluste hoch oder höher sind als angenommen, dass dann die Diskussion losgehen wird, was heißt das jetzt für den Bund, was heißt das für den Bundeskanzler, muss Friedrich Merz zurücktreten, muss die gesamte Bundesregierung zurücktreten und. Das halte ich auch für völlig falsch. Vor allem ist es alternativlos, es bringt gar nichts, das jetzt aktuell zu fordern und ja, vielleicht das ein bisschen auseinanderzuhalten oder Auseinanderzuziehen. Das führt, glaube ich, zu weit. Aber tatsächlich habe ich mich das auch gefragt, weil ja einige Medien berichtet haben. Ja, in der CDU Rumorts die Leute machen sich bereit, wenn das mit den Ost, also Wahlen in Ostdeutschland nicht klappt, dann muss Merz Konsequenzen ziehen oder so.

22:03 Ich glaube da nicht im Ansatz dran, dass Friedrich Merz sich das anlasten wird, oder? Das glaube ich auch nicht und da muss ich sogar sagen, hoffe ich auch nicht, dass man diese Art von Reaktivität dann irgendwie zieht, weil das ist einfach vorschnell. Das ist unvernünftig, und das ist wirklich quasi. Also es ist einfach dumm. Und ich finde es auch ein bisschen besorgniserregend oder auch unnötig, dass wir, ich hatte den Eindruck, dass das früher nicht so präsent war, dass man ständig schnell in diese Diskussion kommt. Ja, jetzt muss der zurücktreten und man braucht Neuwahlen oder eine neue Regierung, und wie geht es überhaupt mit dieser Bundesregierung weiter? Ja, natürlich ist es irgendwie holpriger und unglücklicher vielleicht als früher oder fühlt sich Unsteter an, aber das wird nichts verbessern, also wenn wir da Großbritannien im Modell hinterherrennen, dass wir da. Ständig irgendwelche Neuwahlen veranstalten, das wird nichts besser machen und das wird auch die politische Arbeit 0,0 verbessern.

23:02 Da kann man sich ja mal sicher sein. Ja, wenn wir die anderen Parteien der Vollständigkeit halber noch erwähnen im Wahlkampf, die Linken haben wir ja schon erwähnt, die sind natürlich in der Position der Stärke drittstärkste Kraft, ja, das hört man auch selten. Die. Grünen. Genau. Die Grünen führen ihren, Führen ihren, wenn wir es rein schaffen, dann gibt es keine AfD-Regierung, Wahlkampf, die FDP macht es so n bisschen in abgespeckter Form, weil sie irgendwie bei 3% oder sie stand irgendwie bei ja keine Ahnung, quasi nicht wahrnehmbar Anfang des Wahlkampfs und jetzt freuen sie sich genau jetzt freuen sie sich, dass sie bald wieder vielleicht als eigener Balken ausgewiesen werden, die SPD macht das Ganze natürlich auch in ähnlicher Form auch da. Sprich Spitzenkandidat willigmann viel davon, was schon alles erreicht wurde, was bleiben soll. Ja, also da gibt es ehrlich gesagt finde ich nichts groß, was einen in in manische Spannung versetzt, nee würde. Ich sagen.

24:05 Nee, dann kommen wir doch mal dazu, was sich denn eigentlich mit einer AfD-Regierung ändern würde und was die AfD denn so für das kleine Bundesland Sachsen-Anhalt so plant. Mauer außenrum ich glaube wir können es echt. Auch einfach noch mal dazu sagen, weil ich glaube, manche Leute haben es noch nicht oft genug gehört. Die AfD in Sachsen-Anhalt ist gesichert rechtsextrem, der Verfassungsschutz dort hat in einem sehr ausführlichen Gutachten genug Belege dafür gesammelt und entsprechend ist die Politik, die die AfD plant, zu großen Teilen rassistisch und besonders Asylbewerber, Menschen mit Migrationshintergrund und Muslime würden massiv von menschenverachtenden Maßnahmen bedroht sein. Wenn diese Partei die absolute Mehrheit haben sollte, wir schauen uns mal 10 Punkte an, würde ich sagen, die die AfD sofort umsetzen möchte, wenn Sie denn die absolute Mehrheit hat und auch könnte, weil das hab ich auch so n bisschen das Gefühl in der Diskussion, viele Leute denken ja gut, was soll ich mich jetzt um dieses Sachsen-Anhalt da kümmern, Länder können doch eh nichts entscheiden, das meiste, die meiste Politik wird doch im Bund gemacht und in Europa. Da wär ich mir nicht so sicher.

25:13 Ich glaub das ist n bisschen n Irrtum dieses 100 Tage Programm, das Ulrich Siegmund vorgestellt hat. Das betrifft viele Maßnahmen, die wie gesagt das Land selbst umsetzen könnte und natürlich atmet es auch den Geist so, wir wollen schnelle Erfolge vorweisen, ne als erste Amtshandlung würde Ulrich Siegmund als Ministerpräsident der AfD nämlich den Rundfunkstaatsvertrag mit dem MDR kündigen. Der hat eine Laufzeit von 2 Jahren, ist quasi eine Abofalle, sage ich mal. Also der MDR wäre dann erst aus 2 in 2 Jahren aus Sachsen-Anhalt-Weg und der Landtag muss zustimmen, was dann natürlich bei entsprechenden Mehrheitsverhältnissen nur noch eine Formalie ist. Aber der MDR würde dann tatsächlich aufhören, in Sachsen-Anhalt zu senden. Das ist krass, oder? Ja, absolut ja.

25:58 Also und wie gesagt auch zu sagen, das ist die erste Amtshandlung, krass. Es soll mehr Abschiebungen geben, dafür sind die Länder zuständig. Es soll mehr Abschiebehaftplätze geben, dafür sind ebenfalls die Länder zuständig und auch für die Polizei, das heißt, entsprechende Maßnahmen, hier restriktiver vorzugehen, könnte Sachsen-Anhalt auch beschließen. Es soll eine flächendeckende Arbeitspflicht für Asylbewerber geben, es sollen die Gelder gekürzt werden für parteinahe Stiftung und Demokratieförderung. Ich will jetzt nicht alle 10 Punkte aufzählen, aber besonders absurd ist auch, es sollen Deutschland Flaggen verpflichtend werden an Schulen und Regenbogenflaggen explizit verboten werden. Außerdem sollen ein bis 2 Ministerien eingespart werden und es soll einen Untersuchungsausschuss zur Corona Pandemie geben, wenn man dann noch weiter im Wahlprogramm stöbert, fallen einem da auch noch n paar Sachen auf, die das Land selber abseits dieses 100 Tage plans beschließen könnte.

26:57 Asylbewerber sollen zum Beispiel zentral untergebracht werden, also alle in eine Unterkunft. Und die soll auch noch außerhalb der Städte sein, quasi raus aufs Land, damit die da niemanden stören. Und es soll quasi kein Geld mehr geben für Asylbewerber, nur noch Sachleistung. Der Schutzstatus soll jährlich überprüft werden, also es die Ausländerbehörden sollen. Ihre Ermessungsspielräume so nutzen, dass am Ende die Abschiebung steht und auch Einbürgerung sollen maximal restriktiv gehandhabt werden, wird da gesagt. Es soll ein Smartphone verbot bis klasse 10 geben, das finde ich ja auch sehr absurd. In den Lehrplänen sollen Teile der deutschen Geschichte stärker hervorgehoben werden, nämlich das Bismarckreich. Genau und andere bitte nicht so deutlich.

27:42 Genau, steht nicht so drin, aber das steht nicht. Drin aber das. Ist logische. Gemeinde. Das daraus genau und auch die Lehrpläne kann ein Bundesland selber festlegen, legen ja, also da muss man nicht so tun, als sei das irgendwie nichts. Lehrkräfte sollen zu strenger Neutralität verpflichtet werden. Und die Lehrbücher sollen einheitlich werden für das ganze Bundesland. Dann soll es bei den Waffenbehörden, soll die politische Gesinnung keine Rolle mehr spielen, also ob du jetzt Rechtsextremist bist oder anderer Extremist ist dann quasi egal. Ob du Linksextremist bist? Ich glaub das ist nicht so egal. Da warten wir erstmal ab. Und dann sollen natürlich alle möglichen Behörden und und Ämter geschlossen werden, also die Landeszentrale für politische Bildung soll weg, die Landesenergieagentur soll weg. Alle Mittel fürs Wasserstoffnetz sollen gekürzt werden und es soll mehr politische Beamte geben. Dort will die AfD dann eben ihre AfD loyalen Mitarbeiter einsetzen.

28:39 Ein solcher politischer Beamter ist zum Beispiel der Leiter des Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt. Und dann könnte es natürlich auch bedeuten, dass die beziehungsweise dann wird es darauf hinauslaufen, dass die Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz natürlich aufhört, wenn der Leiter des Verfassungsschutzes selber n AfD-Mann ist. Und mit der Schwarz-Rot-Gold-Akademie gibt es da auch ne Kaderschmiede. Schon das heißt, die Partei bereitet sich da intensiv drauf vor, Leute zu schulen, die dann auch in diesen Ämtern funktionieren. Zusammenfassend würde ich das eigentlich gern mit den Worten von Hans-Thomas Tillschneider, das ist der stellvertretende AfD-Landesvorsitzende und der hat gesagt, Wir wollen das Gesetz nicht brechen, aber so streng auslegen, wie es nur irgendwie geht und wir wollen neue Gesetze machen, so streng wie es die Verfassung eben nur erlaubt, wir wollen restlos ausreizen, was möglich ist.

29:29 Da ging es explizit um Gesetze zu Aufenthalt und Migration. Und ja, da würde ich dich gerne fragen, würdest du in so einem Sachsen-Anhalt gerne leben wollen? Unbedingt gar nicht. Und ich finde wirklich erschreckend, wie. Also da werden ja schon sehr deutliche historische Parallelen klar, oder kommen hoch und ich finde nicht mal am schlimmsten, oder was heißt am schlimmsten, am schlimmsten ist vielleicht da das falsche Wort und. Ich kann einfach es für mich wirklich schwer nachzuvollziehen, wie es kein Punkt gibt, wo auch frustrierte Wähler sagen, da bin ich jetzt raus, aber ich bin da auch ein bisschen jetzt, jetzt mache ich kurz ein bisschen eine Schleife woanders hin, aber ich muss den Gedanken trotzdem kurz ausführen, ich bin auch ein bisschen resigniert, weil ich mich frag, wie und ob das überhaupt zu ändern ist.

30:23 Weil ich schon das Gefühl hab, dass in den letzten Wochen auch aufgrund des Wahlkampfs in diesem Wahlkampf natürlich, man hat jetzt vieles versucht im Umgang mit der AfD, man hat da Aufklärung, wie auch immer versucht, und selbst wenn man dieses möchte, das überhaupt nicht kleinreden, aber wenn man alles, was ich sag, mal rassistisch, ethnisch, völkisch oder sonst was ist, wenn man nur auf das ökonomische guckt. Ich find auch da wurde viel erklärt und aufgezeigt, Runtergebrochen auf Einzelpersonen auf. Jahre, was hat das für Auswirkungen für mich dann als Bürger und das ist einfach so eindeutig negativ und ich weiß nicht, was man noch sagen soll, wenn es nicht mehr, nicht mal dann ankommt und ja dann zurück möchte ich in so einem Sachsen-Anhalt leben, unbedingt nicht, ich möchte dann ich möchte auch ungern dann dahin reisen. Und ich möchte nur mal daran erinnern, dass auch die NSDAP vor rund 80 Jahren nicht plötzlich ein Erdrutschsieg im Bund oder mehr im Bund im in der Weimarer Republik eingefahren hat.

31:31 Sondern dass auch da das auf Landesebene begonnen hat, Thüringen in Thüringen, nicht in Sachsen-Anhalt. Genau, und deshalb ist es in meinen Augen hochgradig gefährlich, da immer zu sagen, wie du am Anfang gesagt hast, na ja, was kümmert mich jetzt ein Land, was kümmert mich ein kleines Bundesland interessiert mich nicht, das sollte uns. Extrem interessieren und das auch schon ganz schön lange. Ja, und wie das natürlich dann in den komplexen Situationen auf den Bund ausstrahlen wird, ist natürlich bisschen auch Spekulation, aber es wird Auswirkungen haben, also zum Beispiel der Thüringens Innenminister Georg Maier von der SPD hat gewarnt. Wenn ein möglicher AfD-Innenminister hätte auch Zugriff auf sehr sensible Geheimdienstinformationen. Das wollte ich jetzt aber Extremismus, Spionageabwehr, die kommen eben vom Bundesamt für Verfassungsschutz und der Landesinnenminister von Sachsen-Anhalt hätte da Zugriff drauf und er hat gesagt, bestimmte Informationen sollten wir gar nicht mehr an den Verfassungsschutz in Sachsen-Anhalt geben, also ich find, das sind ja schon krasse. Mal genau da, da sind schon Überlegungen da, weil das ist einfach ne massive Bedrohung für die innere Sicherheit. Das muss einem auch klar sein und. Und da sind die Diskussionen so, dass man sich fragt, Na ja, inwiefern schneidet man dann eben den Verfassungsschutz im Land oder in Sachsen-Anhalt und auch ein AfD-geführtes Innenministerium von wirklich sicherheitsrelevanten Informationen aus dem Bund ab?

32:55 Dazu würde ich gerne noch was anderes fragen, was der baden-württembergische Finanzminister Danyal Bayaz gefordert hat. War ja das System des Länderfinanzausgleichs zu hinterfragen. Er hat gesagt, wenn die AfD an die Macht kommt, dann muss man das Mal auf den Prüfstand stellen für alle, die es nicht wissen, dem das nicht dem das nichts sagt. Der Länderfinanzausgleich soll dafür sorgen, dass gleichwertige Verhältnisse in ganz Deutschland geschaffen werden und deshalb zahlen wohlhabendere Bundesländer die Geberländer Geld an ärmere Bundesländer, die sogenannten Nehmerländer 2025 waren Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Hamburg Geberländer. Allein Bayern hat mit 11,7 Milliarden Euro, die es an die anderen Länder verteilt hat, mit Abstand am meisten gezahlt.

33:36 Und Sachsen-Anhalt bekommt 2 Milliarden Euro beziehungsweise hat letztes Jahr 2 Milliarden Euro aus dem Länderfinanzausgleich bekommen. Wie stehst du zu dem Vorschlag von Herrn Bayaz? Also ich finde das keine schlechte Forderung. Ich finde das kann man sich, kann man sich mal überlegen, aber großes aber wie realistisch ist es wirklich, muss man sich überlegen. Und auch es hat natürlich auf der anderen Seite, ich finde es richtig, weil ich glaube, dass es ein Fehler ist, viel Geld und damit Spielraum in einem Bundesland zu bezahlen oder an eine gesichert rechtsextreme Partei zu zahlen. Es gibt einfach Raum und Mittel oder stellt Mittel zur Verfügung, auf der anderen Seite läuft man natürlich damit enorme Gefahr, dass man man spielt, da ist natürlich Wasser auf den Mühlen, von der von dann einer unter Umständen AfD-geführten Regierung. Das kann Frust erhöhen, das kann immer geschlosseneres Weltbild von Wählern oder der Bevölkerung fördern und dann im Prinzip den Weg zurück immer mehr verschließen. Und das ist, glaube ich super gefährlich. Ja, deshalb.

34:43 Also ich, ich find es auf jeden Fall spannend, weil viele haben auch gesagt was für n absurder Vorschlag der Föderalismus geht dadurch kaputt. Ja, wir dürfen uns, wir dürfen uns von der AfD sowas zu sowas nicht zwingen lassen. Markus Söder rennt ja auch seit Jahren rum und sagt Bayern ist hier der Zahlmeister für alle anderen Bundesländer und was da so in Berlin passiert. Deswegen fand ich es so spannend. Und die grünen Politikerin Ricarda Lang hat ja auch gesagt, so in Sachsen-Anhalt leben noch Millionen Menschen, die gegen die AfD sind und die Versuchen, sage ich mal, das Ganze zu bekämpfen, die darf man nicht im Stich lassen und was natürlich auch noch mit geschwungen ist, war dieses ja, da sind sie wieder, die Wessis, da zeigen sie ihr feindliches Gesicht. Um den Osten.

35:26 Das ist das, was ich am Anfang meinte, da unterstützt das natürlich Wasser auf den Mühlen. Aber klar, also ich möchte jetzt auch da, das darf man wirklich nicht vergessen, weil das sind dann auf jeden Fall über 50% der Bevölkerung in Sachsen-Anhalt, die nicht die AfD wählt oder gewählt hat, also das kommt ja tatsächlich oft zu kurz. Aber auf der anderen Seite ja. Wenn aber über staatliche Strukturen an öffentliche Stellen und an in Landeshaushalte oder in Landesregierung Geld fließt, also ich weiß nicht, hast du schon mal was vom Länderfinanzausgleich gesehen, Geld ich nicht, da muss man sich dann fragen, ja gut, aber wie sehr kommt dieses Geld dann wirklich an und das setzt das Problem ja dann eigentlich 1 früher an, nämlich an der eventuellen Einstellung oder Repression.

36:15 Von solchen Organisationen und Bewegungen. Es hört sich jetzt an, als würde ich sie dann sowieso direkt aufgeben. Das meine ich so nicht, aber ich glaube einfach, dass der Weg dahin dann einfach sehr schwer wird, zumindest wenn man jetzt vom Geld vom Länderfinanzausgleich spricht. Ja, und ich denke mir halt, momentan habe ich so ein bisschen das Gefühl, alle warten ab, alle alle schauen zu, alle denken sich so, ja vielleicht wird es, wird es doch nicht so schlimm in AfD-Verbotsverfahren diskutiert man seit Jahren drüber. Dass das ja so schwierig ist und so. Also irgendwo lässt man es einfach geschehen und ich find es nicht schlecht, dass zumindest mal in die Diskussion gebracht wird, was kann der Rest Deutschlands tun, weil es wird uns alle treffen, am Ende natürlich, wenn da ein Bundesland, sag ich mal, an den Grundfesten der Demokratie arbeitet, ja die zu zerschlagen. Und ich finde, irgendwo muss man da dann auch als Rest des Landes sich mal zusammen zu tun und und gucken, wie man die Daumenschrauben anzieht.

37:11 Und wenn es kein AfD-Verbotsverfahren ist, dann finde ich kann man sowas zumindest mal in die Diskussion bringen, dann würde ich sagen, widmen wir uns noch einer weiteren Frage und zwar wie konnte es denn jetzt eigentlich soweit kommen? Also wir stehen da wie der Fuchs vor der Schlange oder so sagt man glaube ich, aber wieso ist die AfD überhaupt so groß geworden und so stark, dass sie eventuell sogar. In der Nähe einer absoluten Mehrheit landen kann. Und da möchten wir beide glaub ich n Buchtipp raushauen. Unbedingt der keine Werbung ist. Aber wie gesagt n Tipp das Buch heißt Deutschland 2033 ein Szenario von Justus Bender. Und darin entwirft er nämlich genau dieses Szenario, wie es denn wäre, wenn die AfD bei der übernächsten Bundestagswahl stärkste Kraft werden würde. Genau.

37:57 Und Justus Bender ist Journalist bei der FAZ und berichtet seit Jahren über die AfD und beobachtet sie sehr genau und genau beobachtet da die Entwicklung. Genau das bedeutet sein fiktives Szenario stützt sich auf viele Beobachtungen, die er in seinem Berufsalltag gemacht hat. Aber ja, wir blicken ins Jahr 2033 die AfD wird stärkste Kraft, koaliert dann mit der CDU, vorgeschlagen von einem Jens Spahn, der keine anderen Möglichkeiten mehr sieht. In diesem fiktiven Szenario, und Bundeskanzlerin wird am Ende Alice Weidel, die AfD-Parteichefin. Wie fandest du es so? Ja, also ich fand also, da möchte ich erst mal sagen, dass am Anfang ich Doni überredet hab, dass er unbedingt dieses Buch lesen muss und dann wurde ich, die letzten werden die ersten sein, bin ich in Schneckentempo in diesem Buch vorangeschritten und wir haben nie wieder drüber gesprochen. Und dann hatte Doni plötzlich das ganze Buch gelesen und dann dann, dann stand ich da aber.

38:58 Genau, aber es hat mich natürlich sehr gefreut, weil mein ursprünglicher Plan, was ich dir jetzt natürlich nicht mehr machen konnte, für diese Podcastfolge, war, dass ich gerne dir daraus was vorlesen wollte und dann große Schockierung oder Nein. Oder Betroffenheit auslösen wollte. Na ja, das hatte sich jetzt dann erledigt, also ich fand am liebsten würde ich tatsächlich zumindest am Anfang des Buches, fast jeden Satz vorlesen, weil ich das sehr bemerkenswert fand von Justus Bender, und das ist für mich ne entweder ne Autorin oder ne große journalistische Leistung. Dinge so pointiert, klar und wirklich ohne jegliche Untertreibung. Auf der einen Seite, aber ohne Alarmismus auf der anderen Seite zu beschreiben und aufzuschreiben. Und da habe ich mich dann gefragt, warum schaffen wir das nicht in der öffentlichen Debatte, das genauso zu treffen.

39:57 Das wirklich nicht herunterzuspielen und die Dringlichkeit deutlich zu machen, ohne in diese immer gleichen wiederholten Phrasen zu kommen, wie es oft passiert. Sehe ich ganz genauso. Kann ich komplett unterschreiben. Ich fand es ultra spannend, habe es auch wirklich in einem Rutsch durchgelesen. Zum einen, weil viele, viele Szenen drin sind, die sich so unglaublich real anfühlen, obwohl es fiktiv ist. Als ob man es, und man kann es so, ja man, als ob man es erlebt hat. Ich ich nenn mal nur ein Beispiel, ist ganz vom Anfang und ganz harmlos als natürlich die AfD-Regierung dann antritt und klar ist, dass die AfD und die CDU ne Koalition bilden, beschreibt er, wie Journalisten dann am Flughafen stehen und Leute massenhaft quasi Deutschland verlassen wollen, weil sie eben nicht mehr in.

40:45 Diesem Land leben wollen und dieses Bild hat sich bei mir total fest gebrannt, weil ich es mir genau vorstellen kann. Ja, also Menschen, die zu diesem Land gehören, verlassen das Land und ja, die Medien schauen natürlich auch zu, ja, das ist auch ihr Job, aber dieses ja, ich glaub das werden genau die Bilder, die sie sehen würden, wir würden irgendwie live Sendungen vom Flughafen sehen, so ja und mit Interviews mit Leuten die das dann sagen würden und so das ist fand ich krass. Und dass ausgerechnet Jens Spahn, der ist natürlich jetzt n bisschen, ich weiß nicht, ob da schon im Hintergrund klagen laufen, keine Ahnung, dass der derjenige ist, der erklärt, er müsse jetzt eben diese Koalition machen in dem Buch, weil alles andere nichts geholfen hat, das finde ich ja, das trifft es eigentlich ja, also ich, ich kann es mir in der Realität tatsächlich so vorstellen, ich kann es mir vorstellen, dass er derjenige ist, der jetzt dieses Comeback organisieren soll, mit der AfD zusammenzuarbeiten, ich, ja, ich weiß nicht, ob.

41:41 Sagen wir es mal so, ich halte es für plausibel und außerdem finde ich, dass die diese fiktiven Aussagen der fiktiven Alice Weidel so echt klingen. Also sowas habe ich noch selten gelesen. Ja, es sind verschiedene Reden und und und. Aussagen von der fiktiven Bundeskanzlerin Alice Weidel in dem Buch, Es gibt sogar n Interview am Ende, das fühlt sich so echt an, also da ist sowas von dieser Sprech getroffen und ich kann es mir einfach. Sehr vorstellen. Ja, und das Buch zeigt halt in sehr beängstigender Detailtiefe, wie Deutschland ganz, ganz langsam zu einem faschistischen Staat wird. Also. Ja, und dass es keinen gewalttätigen Putsch braucht und es der auch super unwahrscheinlich ist. Und dass das nicht der Weg ist, wie ein autoritäres Regime an die Macht kommt und ne Demokratie.

42:33 Oder zumindest heutzutage nicht. Nicht mehr unbedingt, sag ich mal genau, es passiert nämlich im Buch alles, was passiert, passiert durch so kleinere und größere Gesetzesänderungen, ne, es fängt damit an, dass Medien ruhig gestellt werden, weil man stärker gegen angebliche Falschnachrichten vorgehen will und Desinformation. Die dann natürlich der AfD nicht passen. Die Medien werden immer vorsichtiger, was sie berichten, es wird n Klima der Angst geschaffen, in dem Muslime nicht nur als Extremisten verfolgt werden, sondern auch ihre Arbeitgeber, ihr Bekanntenkreis informiert wird, dass sie in einer potenziell terroristischen Vereinigung sind, obwohl es da dann um ganz normale Muslime Verbände gibt, Lehrkräften wird der Mund verboten und so weiter und so weiter also ja, ich fand es extrem beängstigend und hab mir gedacht. Wenn das n Film gewesen wär, dann würden wir glaub ich wochenlang nur noch darüber reden. Ja, und ich fand auch eine Stelle am Anfang, weil du gesagt hast, das hat sich so real lang gefühlt, da hab ich mich auch so.

43:29 Oh, da hat sich mir echt mein Magen zusammengezogen, weil Justus Bender da schreibt, wenn er dieses Buch in den Neunzigern oder Anfang der Zweitausender geschrieben hätte, dann wäre sein, dann wäre der Inhalt bei der Bevölkerung oder bei den Lesern auf viel mehr Befremdung gestoßen, man hätte sich überhaupt nicht damit identifiziert, man hätte sich davon weggestoßen, weil das eben was war, was eben in dieser Kriegs oder vielleicht noch Nachkriegsgeneration deutlich war, damit möchte man nichts zu tun haben, und das kennt man. Auch nicht. Und heute können wir uns damit so gut identifizieren oder wir können uns so, wir wissen genau, wie er sich anfühlt, was er schreibt oder wie er es, wie er es beschreibt, und das fand ich schon sehr beängstigend irgendwie und ich, das möchte ich auch noch mal deutlich sagen, fand ich das sehr wichtig und ich würde mir das auch mehr in der Öffentlichkeit oder in der öffentlichen Debatte wünschen, dass er sagt, Wir Deutschen sind überfordert mit der Geschichte und das trifft es wahrscheinlich gut, weil da was ganz Absurdes passiert, dass Mantramäßig wiederholt wird, sowas wie der Holocaust oder das Dritte Reich, das darf ja nie wieder passieren und alles nie wieder.

44:41 Aber was ist überhaupt der Inhalt von diesem nie wieder, das wird nie weiter geführt, darüber wird nie noch mal weiter im Detail gesprochen und dann auf der anderen Seite kann man es überhaupt nicht aushalten, oder da findet sofort eine Zurückweisung statt, wenn. Wenn man eben anfängt, Dinge mit dem Dritten Reich oder mit den Nationalsozialisten zu vergleichen. Und da gibt es dann immer 2 Begründungen auf der einen Seite, ja, das will man jetzt, also man, ich glaube, man möchte das auch nicht so nah bei sich haben und das wäre jetzt total übertrieben oder unangemessen und dann auf der anderen Seite, das würde ja jetzt das Leid und die Tragik und dieses absolut unermesslich schreckliche des Holocaustes relativieren. Aber Justus Bender sagt eben auch, und das finde ich so treffend und er unterliegt es auch mit ganz vielen Einzelbeschreibungen der Aussagen und ich finde, es sollte deshalb eigentlich jeder lesen, dass das natürlich absolut notwendig ist, Vergleiche zu ziehen. Das, was man vergleichen kann, muss man auch vergleichen. Genau, es gibt bei und man kann und es gibt ja genug konkrete Belege oder Beispiele, wo konkrete Vergleiche zulässig sind.

45:49 Ich will mal kurz ein Beispiel machen, da macht er ein Beispiel, da habe ich jetzt den Namen dieses. Politikers aus der NSDAP vergessen aber das wurde auch von mehreren Personen geäußert, dass man immer Mantramäßig gesagt hat, diese Rhetorik gegen die linken großen Medien, die ja alles schreiben oder schon jahrelang schreiben und hetzen würden gegen gegen alles, was sich im Ansatz nur patriotisch verhält und nur weil man sich patriotisch zum Staat äußert, würde man da eben ja wie verhetzt. Werden und man würde natürlich niemals gegen den Staat agieren und auch diese unglaubliche Entrüstung, dass die NSDAP ja was gegen Juden hätte, das ist alles sehr diese Zuschreibung an diese vermeintlich linken Medien. Da gibt es schon viel, was einem sehr bekannt vorkommt.

46:44 Und ich finde auch gut, dass er die Bevölkerung gar nicht so dämonisiert, weil das finde ich auch wichtig, da sollte man sich auch nicht immer so drüber erheben, dass wir immer denken, ja ja, aber was kam dann, wieso habt ihr es nicht verhindert, weil wie wären wir denn gewesen oder wie verhalten wir uns, denn das ist n ganz menschlicher Reflex immer zu sagen, ja jetzt mal gucken oder dann im nächsten Schritt, ja was soll ich jetzt machen, ja. Keine Ahnung. Hm ja. Das ist das etwas Traurige, kommt eher am Ende des Buches, was ich jetzt ja, glaube ich schon spoilern kann, aber da heißt es dann auch ja, wer wer sich jetzt für einen Widerstandskämpfer hält und sagt, er würde eine AfD-Regierung auf jeden Fall bekämpfen, der soll doch mal überlegen, wie viele Jahre noch ins Land gehen, bis 2033 in den. Immer weitere Niederlagen eingefahren werden müssen, in denen die Umfragen der AfD immer weiter steigen, in der so Sachen wie Sachsen-Anhalt zukünftig vielleicht noch öfter passieren werden.

47:44 Aber das bringt mich dazu, genau das Buch, mich nämlich auch immer wieder Beobachtungen, Thesen, Erkenntnisse rein, wie es soweit kommen konnte, also ich finde, man versteht es danach viel besser, eine der wichtigsten Thesen von Justus Bender ist, die AfD, argumentiert immer mit Gefühlen. Also ihre politischen Inhalte oder wenn es überhaupt politische Inhalte sind. Manche sind gar keine politischen Inhalte, es geht immer um das Gefühl, es geht darum, dass Menschen gesehen werden, es geht darum, dass die Sorgen der Menschen ernst genommen werden, während die anderen Parteien mit Zahlen, Daten, Fakten kommen als die Menschen, die n. Rationalen Diskurs führen wollen, den es um richtig oder falsch geht, während die AfD immer sagt. Ich verstehe deine Sorge.

48:29 Wir haben die Sorge, auch wir sind gleich. Ja, und ich finde nach dem Lesen dieses Buches habe ich manche Dinge wirklich mit anderen Augen gesehen. Das klingt vielleicht n bisschen viel, aber ich will n Beispiel geben in der Runde der Spitzenkandidaten zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt gab es die Frage ja, warum hat Sachsen-Anhalt so wenige Patente, eigentlich total banal? Ja, 100 Patente im letzten Jahr oder so sehr wenig. Die FDP Spitzenkandidatin hat erklärt, ja, Patente werden oft am Firmensitz angemeldet und halt nicht nicht dort, wo die Firma ihre Zweigstelle hat, also eben nicht in Sachsen-Anhalt. Die linken Spitzenkandidatin hat gesagt, ja, wir müssen früher anfangen, Kinder zu fördern in der Kita, in der Schule, müssen den Lehrermangel bekämpfen und so und was AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund gesagt hat war, wir brauchen einfach wieder mehr Rückenwind für unsere Leistungsträger, das heißt nichts. Das ist kein politischer Inhalt, aber es bedeutet, wir sehen euch.

49:28 Ihr. Habt keinen Rückenwind. Genau das hat überhaupt nichts damit zu tun, aber was rüberkommt ist, wir nehmen Eure Sorge ernst. Ihr habt keinen Rückenwind mehr von den anderen Parteien oder so, wir geben euch den ja und wo man es auch noch gesehen hat, ich weiß nicht ob du die Sendung von RTL aktuell mit Friedrich Merz und 4 seiner Kritiker gesehen. Hast. Ja, da saß ja n Familienvater selbst früher CDU Wähler und hat gesagt, Warum tun sie nichts für Familien. Es fühlt sich so an, als seien Kinder bei ihnen nur n Kostenfaktor und dann erklärt Merz ihm halt in epischer Breite was sie tun und warum er das anders sieht als er. Und der Familienvater sagt am Ende ja, also ihn hat es nicht überzeugt, er sieht es eben ganz anders und dann sagt Merz. Ich habe keine absolute Mehrheit im Deutschen Bundestag, sondern wir sind in einer Koalition und müssen Kompromisse machen. Das, finde ich, ist auch wieder genauso. N Satz Ja, Menschen erzählen dir, dass sie finden, Ihre Kinder haben keine Zukunft mehr und die Bundesregierung tut nichts für ihre Kinder.

50:29 Und ein Friedrich Merz stellt sich hin und sagt, Ich hab halt keine absolute Mehrheit im Bundestag. Sorry, was soll ich machen, so als ob sie jetzt an der SPD scheitern würde, muss man ja auch noch ergänzen, irgendwie die Mittel für Kinder zu zu erhöhen. In derselben Sendung saß ja auch die Kinderärztin Bea Merscher und hat Merz damit konfrontiert, dass er Kindern das Geld kürzt und dann sagt Merz, Wir kürzen nicht, wir kürzen nicht, wir erhöhen das Elterngeld. Sagt dann noch, dass sie als Kinderärztin ja auch Nutznießerin das System ist, was ja an Respektlosigkeit überhaupt nichts zu überbieten ist. Und sie fragt ihn dann haben sie den 25€ Kinder sofort Zuschlag gekürzt oder nicht und dann muss er zurückrudern und sagt, Wir haben natürlich auch kürzen müssen in einigen Bereichen, einfach weil wir das Geld nicht haben, wenn ich das zusammenfassen darf, ja, Sorgen eines Familienvaters.

51:20 Sorgen einer Kinderärztin über über Kinder und ihre Gesundheitsversorgung. Sowas wischt n Bundeskanzler in einer Talkshow Weg. Vor einer wichtigen Wahl bezeichnet ne Kinderärztin als Nutznießerin des Gesundheitssystems also so ne Art Parasit sag ich mal. Ja und der sagt von einem Millionenpublikum die Unwahrheit, also da muss ich wirklich sagen. Klar, es geht am Sonntag um die Wahl in Sachsen-Anhalt. Aber, und wer soll sich von so einer Bundespartei Bundesregierung gesehen fühlen in einem ne andere Partei wie die AfD eben erzählt? Ja wir machen das alles möglich, obwohl das nicht stimmt, das ist klar, ja, die AfD hat überhaupt nicht die finanziellen Mittel um ihre ganzen Wahlversprechen einzulösen, aber bei den Menschen kommt auch am Ende raus, die verstehen. Mich genau das kommt raus und vielleicht mal weg von allem. Also egal ob man also sowohl weg vom Inhalt als auch weg. Von gut oder schlecht, vom Inhalt der AfD oder wahr oder unwahr frag ich mich rein mal auf das technisch handwerkliche bezogen.

52:21 Natürlich ist Emotionalisierung von Themen und wir sind Teil von euch, wir gegen die oder die da oben, das sind klassische Merkmale von Populismus, aber trotzdem da frag ich mich. OK, wenn das jetzt das Spiel ist, warum wir es spielen, warum schafft es keine andere Partei? Es liegt nicht nur am extremen Inhalt, das ist einfach, das stimmt nicht, dass das nicht möglich wäre mit anderen Inhalten oder demokratische Inhalte sind ja schwieriger zu verkaufen, warum schafft es niemand und warum schafft es die AfD immer, das finde ich schon ne bittere Frage oder Erkenntnis. Warum machen Sie das so gut, genauso dasselbe. Deshalb sind wir ein bisschen weg. Warum schafft es die AfD auf Social Media, warum sind sie so gut organisiert, warum, warum sind sie technisch so viel besser als alle anderen und auch so viel schneller in in sich Fragen, in in neue Wege gehen, Dinge ausprobieren oder oder anders machen das. Finde ich wirklich bitter und ich habe keine Antwort darauf. Nee, ich habe auch keine Antwort darauf, die die einzige, die einzige, ja, man hat immer nur Hinweise. Ja und und ein Hinweis ist eben, dass du natürlich als alle anderen Parteien, sage ich mal eben den Kompromiss suchst, eben rational sein willst, eben sagen willst, das sind die Fakten und ihre Sorge ist völlig unbegründet. So ja oder zu sagen, ja wir haben es aber erhöht, wir haben es einfach erhöht, es ist halt einfach nicht richtig, dass die Bundesregierung nichts für Familien tut, das war jetzt das Bedürfnis von Friedrich Merz, ja, also ich glaube schon, dass das Teil des Problems sein kann, mit Sicherheit ist es nicht einfach, das wird ja im Buch dann auch an mehreren Stellen erwähnt.

54:09 Es ist nicht immer einfach und und und und und und man kann nicht von jedem, man kann nicht jedes Gefühl, jedes Vorurteil ernst nehmen, aber vielleicht sollte man es mal stärker probieren. Vielleicht sollte man es einfach mal stärker probieren und auch auch n schönes Kapitel fand ich was. Komplett in die aktuelle Politik durchschlägt ist, dass Justus Bender im Buch sagt, Die Zahl der Menschen, die nach Deutschland gekommen sind, die Zahl der Asyl-Erstanträge ist drastisch gesunken, also die Migrationswende, wie es die CDU formuliert, die ist da, das hat sie erreicht, das kann sich als. Erfolg vorweisen, das kann sie vielen Menschen vorweisen, kann sagen hier, wir haben doch die Migrationswende gemacht und da muss man auch Friedrich Merz, der das im Sommerinterview gesagt hat, einfach auch mal zumindest in Teilen Recht geben und es kommt halt überhaupt nicht an, es kommt überhaupt nicht an.

55:02 Und was hat Ulrich Siegmund im Spitzenkandidaten Duell gesagt, ja, da geht es ja nur um Migranten, die schon da sind, wir brauchen Negativmigration, also wir müssen gucken, dass Menschen wegkommen, so nach dem Motto wird es von mir übersetzt. Das zeigt einfach, es ist nie genug. Ja, also die Kämpfen einfach mit anderen Mitteln, ja. Die Kämpfen mit anderen Mitteln und auch und treiben es auch immer weiter. Aber auch wenn man da noch mal auf Sachsen-Anhalt guckt, Sachsen-Anhalt ist jetzt nicht die Hochburg der Migration. Nee, überhaupt. Nicht und auch nie gewesen. Aber das ist ja auch, und das ist auch was, was mir. Natürlich eigene eigene Erfahrung und Nahbarkeit schaffen Verständnis. Das ist so, aber es ist ja auch kein neues Phänomen, dass migrationskritische Positionen oft da besonders hoch sind, wo sehr wenig Migration überhaupt besteht oder wo sehr wenig Menschen mit Migrationshintergrund da sind, weil einfach und dann entsteht, ist kein Kontakt, keine Berührung, und so kann sich ein Weltbild ja auch sehr.

56:04 Geschlossen halten und entwickeln. Irgendwie. Unser Fazit Was ist deins? Also meins ist ich hoffe ich. Ich glaube du, vielleicht ist es auch nur eine Phase in meiner politischen Einschätzung und irgendwann werde ich mich davon erholen, aber ich bin schon. Alles ist verloren. Ich bin schon etwas resigniert, das muss ich schon sagen. Also und ich bin auch. N bisschen resigniert was so grundsätzlich die Demokratie und die, wie sich NN Wahlvolk verhält, weil also wir, wir sprechen immer ganz viel darüber, was falsch läuft, was in der auf der politischen Ebene vielleicht falsch läuft oder vielleicht auch mal richtig, aber ich finde schon, und es stimmt auch alles, und es hat auch alles seinen Platz und es hat alles Auswirkungen. Trotzdem finde ich mittlerweile am Ende des Tages, dass man einer Bevölkerung auch was zutrauen kann und muss. Und ich bin da einfach enttäuscht irgendwie, dass man damit so, dass man das so wegschmeißt oder wie man wie man mit einer Demokratie, mit einer Freiheit, in der man lebt, umgeht und ich aber hab ehrlich gesagt relativ wenig Hoffnung, dass sich das ändert, weil ich manchmal das Gefühl hab, die Herausforderungen sind zu groß, die Gesellschaft ist zu komplex. Vielleicht ist der Mensch in der Masse nicht dafür gemacht. Das sind zu viele Möglichkeiten und er braucht dann Führung, oder das ist ja auch das, wonach sich anscheinend Menschen sehnen.

57:33 Ich weiß es nicht und das ja, ich bin da schon ein bisschen desillusioniert irgendwie und du. Ich sag mal so, ich verstehe das und es geht mir in teilen auch so und momentan ist die Weltlage vielleicht auch einfach so. Ich glaub auch, wir werden uns selber auslöschen. Also es läuft gar nicht. Gut, ja gut, das ist aber dann passieren das, das ist klar. Aber ich glaube ehrlich gesagt, dass es schon auch noch anders geht. Also die Hoffnung hab ich schon, ich denk da ehrlich gesagt zurück an die Zeit der Ampelkoalition und zwar die als ich abzeichnete, dass die das schaffen. Also als es noch vor den Koalitionsverhandlungen war, ne dieses Selfie. Ja, da haben alle gesagt, so, ach krass, guck mal die reden miteinander ja, auch wenn die unterschiedlicher Meinung sind. Als da dieser Koalitionsvertrag dann verhandelt wurde und vorgestellt wurde.

58:28 Also ich fand das war ne Zeit, in der du gemerkt hast, so, ach guck mal, das geht ja mal, die haben Ideen, die sind ganz unterschiedlicher Meinung, die haben unterschiedliche Ansätze, das waren auch irgendwie viele Personen, es waren immer alle Personen von diesen 3 Parteien da, ich fand das war stark. Und dann, sorry, und dann muss ich jetzt mal kurz unterbrechen und dann. Hat Christian Lindner die D Day Pyramide? Genau dann ging es nur noch bergab. Also dann ging es, dann ging es sehr schnell nur noch bergab. Ja, aber im Prinzip wie gesagt, Ich finde das hat zumindest gezeigt, dass dieser positive Spirit noch möglich ist und davon würde ich mir mehr wünschen und. Ja, aber das. Ist ja auch, diesen Optimismus aufzugeben. Ja, aber das ist ja jetzt auf der politischen Ebene.

59:17 Du musst ja auch mal so in die Bevölkerung und in die Gesellschaft reinschauen. Wie ist es dir das? Klar, da muss man sich nur mal in Internetforen umtreiben und in Kommentarspalten. Nämlich in Internetforen unterwegs. Und da ist mir mal wieder, manchmal habe ich das Gefühl, wir sind 80 Jahre auseinander. Ja, und die meisten Menschen sagen dann immer, es hilft rauszugehen. Aber gefühlt begegne ich den größten nicht. Teilen der Gesellschaft Menschen draußen aber gut, das ist ein anderes Thema. Ich würde sagen, damit haben wir das Thema ausführlichst erörtert. Genau. Und wir glauben natürlich trotzdem weiter an Freiheit und Demokratie sonst, sonst würden wir das ja nicht machen. Genau genau ist immer noch das Beste. Genau dann würde ich sagen, kommen wir aus Zeitgründen noch.

1:00:05 Es gibt mir unsere Rubrik Chatty fragt Beantworten, kommen wir aber noch zu unserem Cringe der Woche und ich bin sehr gespannt das. ein Cringe der Woche. Also mein Ich habe ein Cringe der Woche und zwar wurde mein gesamter Feed eigentlich auch damit gespült. Es ist aber ursprünglich ist es eine Fernsehsendung und zwar. Ursprünglich geht es aber eigentlich um eine Fernsehsendung, und zwar um die aktuelle Folge von Maischberger. Und da habe ich ausführlichst und in vielen Schnitten den Schlagabtausch zwischen Ricarda Lang und Ulf Poschardt gesehen, und das hat mich einfach maximal gecringed es hat mich sogar gecringed als Ricarda Lang gesprochen hat und Ulf Poschardt nichts gesagt hat, nicht wegen dem, was Ricarda Lang gesagt hat, sondern sondern wegen des Blickes, mit dem Ulf Poschardt Ricarda Lang angeschaut hat und es.

1:00:55 Cringed mich einfach so an, weil ich mich frag was also gibt es einen Therapieplatz für den Mann, gibt es ein, was ist eigentlich was? Was ist eigentlich in seinem Leben falsch gelaufen, dass er so verbittert und auch Ricarda Lang hat das gesagt, Wahnhaft gegen alles, was anscheinend links oder oder für ihn vogue oder ich weiß nicht was ist da vorgeht und er führt echt so ne 2016 Diskussion, das ist irgendwie so unangenehm und ich hab das Gefühl, das ist wirklich so aus so ganz ganz ganz tief gekränkte Männer ego und ich find es wirklich so. Schlimm. Boah, ich find’s wirklich ganz schlimm. Ja, also so so billiges Unterhaltungsfernsehen in diese diese Niederungen wage ich mich nicht mehr, muss ich sagen. Also, aber das klingt auf jeden Fall unterhaltsam.

1:01:48 Ja, bin ich froh, dass ich das mit meinen Gebühren finanziert habe. Boah, ja, ich auch. Ich auch. Sehr schön. Und was hat dich gecringed? Also es war weniger ein Cringe, sondern ich Krieg ein Schleudertrauma vom Kopfschütteln. Moment ich. Ich weiß nicht, ob du es mitbekommen hast. Dieses Wochenende ist das Glücksgefühle-Festival? Ja, das. Und die haben erst die Band Alphaville ausgeladen, weil sie sich mal politisch geäußert hat, nämlich in Hamburg. Da hat der Sänger Marian Gold gesagt, es kann nicht sein, dass mit der AfD die Nazis unser Land wegnehmen, daraufhin hat das Glücksgefühle-Festival ein ellenlanges Statement veröffentlicht. Dass es doch nur darum geht, glücklich zu sein. Ein Wochenende, an dem ihr den Alltag hinter euch lassen, abschalten und einfach eine gute Zeit haben könnt. By the way Wir sprechen über dieses Wochenende, an dem eventuell ne rechtsextreme Partei stärkste Kraft werden könnte in dem Bundesland.

1:02:40 Und dann kam am Ende noch der schöne Satz, Wir selbstverständlich wissen wir, dass die Meinungsfreiheit ein hohes Gut ist und wir respektieren und schützen dieses Recht nur halt nicht bei uns. Nur halt nicht bei. Uns nur halt. Nicht da, wo es uns stört oder wo wir es doch irgendwie jetzt wieder n bisschen nervig finden oder wo vielleicht auch n bisschen Gegenwind kommen könnte, weil das wollen wir nicht so gerne aushalten. Aber die Geschichte geht noch weiter. Heute haben Sie zurückgerudert mit der Begründung, dass das n Fehler war, denn die Meinungsfreiheit ist das höchste Gut und. Der Shitstorm war so. Dem zu arg, dem wolle man ja klar übersetzt frei übersetzt. Aber sorry, das also das ist wirklich die abenteuerlichste Rückgrat verbiegung, derer ich jemals Zeuge geworden bin innerhalb weniger Tage und allein die Prämisse ist ja völliger Quatsch, dass Musik unpolitisch wäre, also da fängt es ja schon mit den Basics an, die mich da aufregen.

1:03:30 Das bedeutet für mich, dass Disarstar niemals beim Glücksgefühle-Festival auftreten wird oder kann. Und damit ist es für mich eigentlich auch schon gestorben. Bitte mal reinhören, bester Mann gerät auf die ein. Und dann dieses ganze Gesabbel von der Meinungsfreiheit und wie wichtig die ist. Aber halt nicht an diesem Wochenende, bitte, da reicht es dann noch sehr abenteuerlich. Ansonsten wünsche ich allen anderen viel Spaß, wird bestimmt ein schönes Festival. Dann kommen wir zum Ende der Folge sagen wir euch noch, dass ihr euch uns auf Spotify, Apple Podcasts, Amazon Music, YouTube Music und allen anderen Podcast-Plattformen hören könnt. Genau abonniert unseren Newsletter und schreibt uns ganz. Gerne entweder auf Instagram, slided uns in die DMS, per Mail oder auch direkt auf Spotify.

1:04:11 Und kommt am 2. Oktober in die Volkshochschule. Nach Heilbronn? Genau. Zum Live Podcast und dann hören wir uns wieder. Beim nächsten Mal. Wünschen euch eine schöne Zeit, ein gutes Wochenende und viel Spaß bei den News am Wochenende. Genau und lesen uns hoffentlich nächste Woche im Newsletter nach den News am Wochenende. Bis dann macht’s. Gut. Tschüss.

Laufzeit: 64 Minuten. Erschienen am 4. September 2026.

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